Breisach Aktuell

Neuf-Brisach aus der Luft

Aus dem Hubschrauber das monumentale Weltkulturerbe „Neuf-Brisach“ ganzheitlich zu sehen ist ein Erlebnis der besonderen Art! Foto: rs

Hubschrauberflüge des „Office de Tourisme“:

Neuf-Brisach. Fliegen allein ist schön. Fliegen mit einem Hubschrauber ist noch schöner. Aber am schönsten ist es, in einem Hubschrauber über eine gesamtheitlich erhaltene Festungsanlage zu fliegen, über eine Stadt aus dem 17. Jahrhundert, über ein Weltkulturerbe: beeindruckend!
Neuf-Brisach im benachbarten Elsass ist die letzte von General und Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre, Seigneur de Vauban (4. Mai 1633 bis 30. März 1707) auf Befehl von „Le Roi- Soleil“, des Sonnenkönigs, Ludwig XIV. (5. Sept. 1638 bis 1. September 1715) erbaute Festungsanlage.
Nach dem Nimweger Frieden 1679 gehörte neben dem Brückenkopf Breisach auch Freiburg zu Frankreichs Provinz Elsass, die Stadt wurde durch Vauban zur Festung um und ausgebaut. Einer der wenigen verbliebenen Reste der damaligen Befestigung Freiburgs ist das „Breisacher Tor“ so wie in Breisach das „Rheintor“. Nach dem Frieden von Ryswik 1697 verliert Ludwig XIV. die rechtsrheinischen Gebiete und ordnet an, um die neue Grenze zu schützen, einen befestigten Platz gegenüber „Alt-Breisach“ zu errichten.
Zwischen 1699 und 1703 wird aus dem Nichts die „vergrabene Stadt“ Neuf-Brisach achteckig in Sternenform so erbaut, dass jeder Teil der Befestigungsanlage den anderen schützt. Die entstanden Zick-Zack-Formen der 17 Kilometer langen Verteidigungsgräben und -mauern aus rotem und gelbem Vogesen-Sandstein boten so weniger Angriffsflächen als gerades Mauerwerk. Noch heute sind sie wie auch die vier Tore und acht Bastionstürme rund um die in 48 Karrees mit jeweils zehn Häusern aufgeteilte Stadt erhalten. Seit 2008 ist Neuf-Brisach Weltkulturerbe.
Der Gemeindeverband „Pays Rhin Brisach – Office de Tourisme“ 6 Place d´Armes – F-68600 Neuf-Brisach, Tel. +33 3 89 – 72 56 56 bietet nicht nur Stadtführungen (donnerstags 15 Uhr, Juli bis September) an, sondern jeweils Freitagnachmittag von Juni bis September auch achtminütige Hubschrauber-Rundflüge, um das monumentale Bauwerk auch aus der Luft zu erfassen. Nicht nur für Geschichtsbegeisterte ein Erlebnis (rs.)

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