Breisach Aktuell

Neueröffnung Bäckerei Joel in Breisach

v.r.: Ralf Radzuweit, Joel Radzuweit und Mitarbeiter Christian Gehre. Foto: HL

Breisach. Die Bäckerei Joel bezieht die Räumlichkeiten der ehemaligen Backstube Michelbach. Seit Wochen wird in den Räumen fleißig gearbeitet, umgebaut und modernisiert. Corona hat dabei den Ausbau zu einer großen Herausforderung gemacht. Aber nun können sich Breisachs Bürger über frisches Brot, Brötchen und Teilchen freuen. Alle Backwaren werden traditionell hergestellt. Auf den Einsatz von Zusatzstoffen wird weitgehend verzichtet.
Ralf Radzuweit, der bereits als Konditormeister ein Café in der Uniklinik Freiburg betreibt, verlagert die Produktion und das Hauptgeschäft nach Breisach. Auf diese Weise soll jedem Kunden die alte Brotkultur nahegebracht werden. Ein Gesundheitsbewusstsein, denn Brot ist auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wir wünschen uns alle ein gesundes, natürliches Brot, frei von Zusatzstoffen. Da der Brotteig auf natürliche Weise reifen kann, ist es auch äußerst bekömmlich.
Bei „Joel“ kann man den Backvorgang miterleben und die Produktion verfolgen. Gesundes Brot auf kurzem Weg.
Ralf Radzuweit möchte mit seinem Sohn „Joel“ das Familienunternehmen bei fairen Arbeitsbedingungen mit traditioneller Backkultur und dem Einsatz hochwertiger Rohstoffe gutes Brot für Breisachs Bürger produzieren. Dafür beginnt der Arbeitstag bereits gegen 4 Uhr in der Früh. Verzichtet wird auf industrielle Fertigmischungen, Beschleuniger und Tiefkühlteiglingen. Bei langzeitgeführten Teigen ist das Brot außerdem besser verträglich, da die enthaltenen Bestandteile wie die Ballaststoffe und Stärke richtig aufquellen und vom Körper somit besser verarbeitet werden – und man verwendest mindestens 40 Prozent weniger Hefe.
Brot besteht aus einfachen Grundzutaten. Doch wenn es gut, schmackhaft und gesund sein soll, braucht es Zeit. Zeit zum Ansetzen des Teiges, mischen, kneten, ruhen, gären, und backen. In Deutschland ist Brot „Nationales Kulturerbe“. Wie viel Brotsorten es wirklich gibt, weiß keiner so recht. Laut Zentralverband des Bäckerhandwerkes sind es mehr als 3.000.
Wie schön für Breisach, dass hier eine alte Handwerkskunst als Familienunternehmen weitergeführt wird. (HL)

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