Breisach Aktuell

Neue Mehrzweckhalle soll kommen

Aus dem Gemeinderat

Der Breisacher Gemeinderat entschied sich mit drei Gegenstimmen der Fraktion der Grünen für die Prüfung zum Bau einer dreigliedrigen Sport- und Mehrzweckhalle an einem neuen Standort.

Die Kosten werden derzeit mit rund 8 Millionen Euro beziffert. Der Landkreis würde davon rund 3,1 Millionen übernehmen, öffentliche Zuschüsse würden weitere rund 30 Prozent der Kosten decken, so dass die Stadt Breisach noch etwa 2,3 Millionen Euro aufbringen müsste. Die Verwaltung wurde beauftragt eine Machbarkeitsstudie mit Kostenberechnungen für den Bau durchzuführen.

Die drei von der Verwaltung vorgeschlagenen Standorte stießen bei den Gemeinderäten auf unterschiedliche Meinungen. Die erste Variante am Krähenwald, an der Rheinuferpromenade gegenüber dem Gymnasium hat den Vorteil der direkten Anbindung an die Schule. Die CDU hält diesen Standort jedoch für ungeeignet und favorisiert die zweite Variante an der Stadteinfahrt Süd aufgrund der besseren Verkehrsanbindung und Parkmöglichkeit. Frank Kreutner von der SPD sieht diesen Standort jedoch eher ungeeignet wegen der Entfernung von rund 600 Metern zum Gymnasium. Für die Variante zwei müssten außerdem die dort angesiedelten Schrebergärten weichen. Werner Schneider (FDP/FWB) teilte mit, dass seine Fraktion zum Standort an den Schrebergärten tendiere, da das Krähenwäldele zu wertvoll sei für diese Bebauung. Jürgen Langer (ULB) bemerkte dass die Hallenkapazität sei 1974 konstant sei, Mittlerweile können von den drei Sportstunden die auf dem Stundenplan stehen müssten nur zwei gegeben werden, wodurch ganz deutlich werde, dass hier ein erhöhter Bedarf bestehe. Bezüglich des Standortes meinte er „die Machbarkeitsstudie wird Möglichkeiten aufzeigen“. Auch Petra Breitenfeldt (Grüne) sieht die Notwendigkeit die Sporthallenkapazität zu erweitern. Im Namen ihrer Fraktion sprach sie sich jedoch gegen eine große Mehrzweckhalle gemeinsam mit dem Landkreis aus. Zur Standortvariante eins bemerkte sie, dass hier wohl mit Mehrkosten wegen des Grundwassers zu rechnen sei. Nach ihrer Vorstellung sollte die Stadt eine kleiner Halle auf eigene Kosten bauen, welche nur für den Sport genutzt werde. Dann sei auch die Standortfrage einfacher zu lösen.

Bürgermeister Oliver Rein machte deutlich, dass mit der Fertigstellung der neuen Mehrzweckhalle die alte Stadthalle fallen müsse. Die Unterhaltungskosten seien ansonsten zu hoch. Als alternativen Veranstaltungsort sieht Rein jedoch die derzeit laufenden Planungen des französischen Nachbarn, auf der Rheininsel ein Kulturzentrum zu eröffnen. Dort wäre auch modernste Infrastruktur vor Ort, so dass beispielsweise auch Kongresse nach Breisach geholt werden könnten, erläuterte Rein. Bisher fehle in Breisach eine Tagungsstätte in entsprechender Größe. „Für den Bau auf der Rheininsel sind die Franzosen bereits in der Spur“, sagte Rhein, weshalb dieses deutsch-französische Kulturzentrum bereits mit in Betracht gezogen werden könne.

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