Markgräfler Bürgerblatt

Neubürgerfest – Erfolgreich Brücken geschlagen

Vieles ist fremd im Gastland. Fotos: privat
Bürgermeister Joachim Schuster übergab einen Spendenscheck für „Sichtbar ankommen“.

Bürgermeister Joachim Schuster übergab einen Spendenscheck für „Sichtbar ankommen“.

Neuenburg. Über 200 Besucher kamen und informierten sich beim Neubürgerfest am 3. Mai über die aktuelle Lage in der Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Neuenburg. Geladen hatten die BewohnerInnen und der Lenkungskreis Flüchtlinge aus Anlass des einjährigen Bestehens der GU.
Trotz starkem Regen war das Interesse an der für 15 Uhr angesetzten Veranstaltung sehr groß. Nach einer Aufwärmphase startete um 16.30 Uhr das eigentliche Programm. Zunächst zog Oliver Eichling im Namen des Lenkungskreises Flüchtlinge eine überwiegend positive Bilanz der Flüchtlingsaufnahme. Der Zustand der GU ist sehr gut. Etliche Zugewanderte konnten zur Anschlussunterbringung schon in Wohnungen, zum Teil auch in Arbeit vermittelt werden. Und das Leben geht weiter: vier neue ErdenbürgerInnen erblickten das Licht der Welt. Eichling informierte über die Lage in Eritrea, Gambia und Syrien, aus denen die meisten der Neuenburger Flüchtlinge kommen.
Im Anschluss erzählte Gebrehiwet Mogos Mulugeta von seinen persönlichen Erfahrungen und Gefühlen bei der Flucht aus seinem Heimatland Eritrea und der Aufnahme in Neuenburg. Er hofft als „Schnellaussiedler“ bald wieder in sein Heimatland zurückkehren zu können, fühlt sich für die Übergangszeit aber hier sehr wohl und bedankte sich ausdrücklich für die gute Aufnahme.

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Auch Bürgermeister Joachim Schuster und Pfarrer Dieter Maier sprachen kurz zum Thema. Schuster dankte dem Lenkungskreis und überreichte eine Spende für den Start des in Gründung befindlichen Vereins „Sichtbar ankommen“, der sich um die Zuwanderer kümmern möchte. Pfarrer Maier sprach mit den Anwesenden für die übers Mittelmeer kommenden Flüchtlinge ein „Vater unser“.
Nach dem informativen Teil der Veranstaltung wurde es kreativ. Susanne Henneberger vom „Werkraum: Karlsruhe“ hatte mit zwei jugendlichen Bewohnern der GU – Michael und Mosazghi – ein Theaterstück eingeübt, das zeigte, wie schwierig es ist in ein Land zu kommen, dessen Sprache man nicht spricht. Zum Ausklang gab es dann noch Trommel- und Gesangseinlagen von afrikanischen Bewohnern der Unterkunft.
Die Resonanz war insgesamt positiv, zahlreiche Spenden, so eine Kuchenspende der K & U Bäckerei, und großzügige Gaben der Besucher trugen zum guten Gelingen bei. Die BewohnerInnen und der Lenkungskreis Flüchtlinge hoffen für die anstehenden Aufgaben auf viele helfende Hände und Mitglieder für den Verein „Sichtbar ankommen“. (DrAK)

Bei einem Viertele und guten Gesprächen fällt manches Vorurteil, manche Barriere.

Bei einem Viertele und guten Gesprächen fällt manches Vorurteil, manche Barriere.

 

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