Markgräfler Bürgerblatt

Nepal-Beben in Staufen registriert

HAG-Leiter Sturm mit Seismogramm des Nepal-Bebens. Foto: HAG

HAG-Staufen

Staufen. Außergewöhnlich für Schulen dürfte die von der Staufener Schüler-High-Tech-Tüftlerschmiede (HAG) konzipierte Erdbeben-Messstation sein, die seit 16 Jahren mit ihrem sensiblen Seismographen im Keller des Faust-Gymnasiums rund um die Uhr in die Tiefen der Erdkruste „lauscht“. Dem voll automatisierten Seismik-System bleibt weltweit kein größeres Beben verborgen, auch nicht das katastrophale Nepal-Beben.
Mit einer Geschwindigkeit von rund 8 km in der Sekunde (ungefähr 29.000 km/h) erreichte am 25. April das Beben die Seismik-Station. Um 08:21 Uhr Ortszeit erschütterte die Primärwelle nach einer Laufzeit von nur 10:08 Minuten und der minimalen Bodenbewegung von 0,01 mm den Seismographen in Staufen. Gefolgt von immer größeren Ausschlägen der langsameren Sekundärwellen und den sich anschließenden immensen Oberflächenwellen, bebte die Erde in Staufen fast zwei Stunden, während die gewaltigen seismischen Erschütterungen vor Ort in einer Tiefe von 15 km nur knapp vier Minuten andauerten.

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