Markgräfler Bürgerblatt

Naturlehrpfad Brunnengraben Mengen


Ein gut besuchter Aktionstag des Arbeitskreises Brunnengraben. Foto: privat

Neue Lebensräume erschaffen

Schallstadt-Mengen. Im Namen des Arbeitskreises Brunnengraben Mengen begrüßte Leonhard Siegwolf im Rahmen des Projektes „Modellregion Biotopverbund MarkgräflerLand MOBIL“ verschiedene Behördenvertreter.
Der Leiter für Naturschutz und Landschaftspflege des Regierungspräsidiums Freiburg, Dr. Bernd-Jürgen Seitz, stellte im Detail das neue Zukunftsprojekt vor: Das Markgräflerland zwischen Schwarzwald und Rhein beherbergt eine große Vielfalt an Lebensräumen für seltene Tier- und Pflanzenarten, von der „Trockenaue“ mit lichten Wäldern und Magerrasen bis zur Vorbergzone mit ihren bunten (Obst-)Wiesen und Weinbergen. Die wertvollen Lebensräume sind vor allem in der Rheinebene durch Siedlungs- und Gewerbeflächen, Verkehrsachsen und intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen getrennt.
Diese Trennung hat nachteilige Wirkungen für viele Tier- und Pflanzenarten. Deshalb soll ein landesweiter Biotopverbund die Landschaft für Tiere und Pflanzen zwischen Rhein und Schwarzwald wieder „durchgängiger“ machen, soll ihre ökologischen Wechselbeziehungen bewahren, wiederherstellen und neu entwickeln. Dabei soll der Naturlehrpfad Brunnengraben mit der geplanten Verlängerung der bestehenden Streuobstwiese in Richtung Norsingen eine wichtige Rolle spielen. Eine weitere „Insel“ in diesem Verbundsystem wird die große Streuobstwiese vom Tierschutzzentrum sein, auf der am Aktionstag unter Anleitung des Vogelkundlers Christian Stange mit Schulkindern neue, vom Regierungspräsidium gestifteten Vogelnistkästen/-höhlen aufgehängt wurden.

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