Markgräfler Bürgerblatt

Naturlehrpfad Brunnengraben

Schallstadt-Mengen. Der Arbeitskreis Naturlehrpfad Brunnengraben freut sich, dass der 2009/10 begonnene Aktionsplan für die Wiederansiedlung des Steinkauzes auch in diesem Jahr wieder zum Erfolg führte.

Dank der rechtzeitig organisierten Vorbereitungsarbeiten, der Mahd mit anschließender Beweidung durch Ziegen, konnten die Jungen erfolgreich aufgezogen/gefüttert werden. Denn nur bei kurzem Gras können die Steinkauzeltern Beute -Mäuse, Regenwürmer, Käfer und Insekten- finden.

Steinkauzbrut in Mengen

Am 8. Juni war es dann soweit: Der Freiburger Biologe und Vogelschützer Christian Stange, der das Schutzprogramm für bestimmte Vogelarten leitet, nahm mit Unterstützung von Leonhard Siegwolf die Beringung vor.

Steinkäuze

Leicht irritiert lassen die jungen Steinkäuze das beringen über sich ergehen! Foto: privat

Zum Thema Artenschutz für den Steinkauz stellte Christian Stange fest: Bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts fand der Steinkauz mit altem Baumbestand auf landwirtschaftlich genutzten Steinobstwiesen und Gärten noch natürliche Lebensräume vor, die dann durch die Umstellung auf Niederstämme in Monokulturen und die Umwandlung von Wiesen in Ackerflächen immer mehr verschwanden. Von 1993 bis 2010 konnte der Bestand dieser Eulenart am Kaiserstuhl und in der March durch intensive Biotop-Pflege und das Anbringen von künstlichen Röhren von 6 auf rund 50 Paare erhöht werden. Ein beachtliches Erfolgserlebnis!

Bitte unterstützen Sie die gemeinsamen Bemühungen für den Steinkauz, der noch immer auf der „Roten Liste“ steht: Pflege der noch vorhandenen Bäume durch regelmäßigen Schnitt, Anpflanzung neuer Hochstämme – möglichst Apfelbäume -, regelmäßige Mahd oder Beweidung der Wiese, falls keine geeignete Baumhöhle vorhanden, Anbringung einer speziellen Steinkauzhöhle. (LS)

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