Breisach Aktuell

Nach alter Tradition Wein gemacht

Viel Freude und Spaß hatten die beiden Touristen (Bildmitte) bei der Mithilfe an der Brauchtumsveranstaltung. Ganz links Kellermeister Christoph Rombach bei der Moderation. Bild: BA

Vogtsburg-Achkarren:

Bei schönstem Sommerwetter, veranstalteten der Winzerkreis und die Landjugend Achkarren zum 12. Mal das zur Tradition gewordene „Trottifest“.
Bereits vor Beginn der Veranstaltung waren Touristen und Tagesgäste, die teils mit dem Fahrrad angereist waren, wie auch Einheimische auf dem Festplatz eingetroffen. Beim Einzug gab es herbstlich geschmückte Oldie-Traktoren zu sehen. Auf deren Anhängern befanden sich in einer Bütte Ruländer Trauben, aus denen der neue süße Saft für die Gäste gepresst wurde. Der Bott (Gemeindediener) Siegbert Schätzle gab die Herbstordnung bekannt. Er erinnerte, dass ein Zehntel der Trauben in der Zehntscheuer abzugeben sei. Sollte je-mand falsche Mengenangaben machen, werde derjenige mit zwei Tage Arrest im „Giggilie“ (Rathausverließ) bestraft. Mitten auf dem Festplatz zeigten die Winzer zusammen mit Kellermeister Christoph Rombach, wie die Trauben in früherer Zeit, gequetscht und gekeltert wurden.
Zur Mithilfe beim Quetschen und „Trotten“ der Trauben auf dem Festplatz, meldeten sich spontan zwei Feriengäste aus Norddeutschland. Ihnen wurde eine Kellerschürze um den Bauch gebunden so konnten sie richtig zupacken beim Mahlen und Keltern der Trauben, dafür durften die Beiden das erste Gläschen Traubensaft genießen. „Heute könnt ihr die Kaiserstühler und die Achkarrer Lebensart miterleben“, betonte Bürgermeister Benjamin Bohn bei der Begrüßung der vielen Gäste.

Für viele Besucher war es ein besonderes Erlebnis, als einige Winzer das Ausdreschen von Korn mit dem Holzpflegel so wie das Reinigen der Getreidekörner mit der geflochtenen Holzwanne vorführten. Die Winzerinnen zeigten, wie sie in früheren Zeiten die Rebtriebe mit dem gedroschenen Stroh befestigten. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die singenden Winzer Arno Müller und Walter Hintereck aus Ihringen sowie Bernhard Kind aus Achkarren.
Für die Gäste gab es neben den Spitzenweinen aus Achkarren, neuer Süßer, duftender Flammku-chen und Grillwürste sowie Kaffee und Kuchen.

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