Markgräfler Bürgerblatt

Münstertalbahn

Die Schleifköpfe der Schienen-Schleifmaschine bearbeiten die Schienen, dass die Funken nur so sprühen. Foto: privat

Schienenschleifen zur Lärmreduzierung

Staufen. Jüngst wurden an der Münstertalbahn die Schienen geschliffen; statt der Züge fuhren Busse. Zum Einsatz kam eine Schleifmaschine, die in den Kurven in Staufen und Bad Krozingen in langsamer Fahrt mit mehreren Schleifköpfen die Schienen bearbeitete, um die vorhandenen Riffeln zu glätten.
Von der SWEG beauftragtes Unternehmen war die Firma Rail Care Solutions, das eigentliche Schleifen führte die Zürcher Firma Zehnder als Subunternehmen aus. Offensichtlich handelt es sich um die Schienenpflege, die die SWEG versprochen hatte, nachdem das „Hecht-Gutachten“ über die Ursachen der Lärmentwicklung nach der Elektrifizierung der Münstertalbahn und dem Einsatz von Talent 2-Triebzügen ein enorm hohes Rollgeräusch von bis zu 95 dB(A) vor allem in den Staufener Kurven festgestellt hatte.
Die Bürgerinitiativen B.I.M. – Bürger Initiative Münstertalbahn – und IG Staufen 2020, die für eine Verminderung des Lärms kämpfen, begrüßen diese Maßnahmen, weisen aber darauf hin, dass bereits im Gutachten diese Maßnahmen nur als zweitbeste Lösungen bezeichnet werden, die sowohl den Verschleiß an Schienen und Rädern als auch den Lärm vorübergehend etwas verringern. Die beste Maßnahme sei der Einsatz von Triebwagen ohne das problematische Jakobs-Drehgestell mit starren Achsen und langem Drehgestell-Achsabstand. (ch)
Info: www.bimuenstertalbahn.de/gutachten

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …