Breisach Aktuell

Motto: „Fasent blibt! Egal was kummt“

Die Zunfträte um Wilfried Meyer verkündeten das Motto der Fasent.

Närrische Fasent-Eröffnung am Kupfertorplatz

Sie ist da: die fünfte Jahreszeit – und mit ihr krochen alle Narren aus ihren Nestern hervor. Schließlich wollten sie die Brisacher Fasent mit großem „Hallo!“ zu begrüßen. Traditionell versammelten sich die närrischen Vereine am 11.11. auf dem Kupfertorplatz.

Hier laden die Brysacher Hofnarre und das Algerio schon seit vielen, vielen Jahren zur Fasentseröffnung. Nach und nach füllte sich der Platz mit bunten Kostümen. Groß und Klein war auf den Beinen. Schließlich galt es, den Nachwuchs so früh wie möglich mit dem Brauchtum vertraut zu machen. Aber auch Zaungäste in Räuberzivil sind immer wieder herzlich willkommen, sich unter das närrische Volk zu mischen. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Guggemusiken Bajakl Schnäpfe und Schädelfätzer, die Kapelle Krach & Streit sowie Gastgeber Algerio.

Pünktlich im 19.11 Uhr verstummte die Musik, die Gespräche rissen ab, alle drehten sich in Richtung Brunnen. Was ist passiert? Die Gastgeber verkündeten den offiziellen Beginn der Fasent. „Wenn der Gockel Fasent schreit, eröffne mir die Fasent – und zwar zu zweit“, startete Algerianer-Chef Dietmar Hau den kleinen, verbalen Schlagabtausch. Hofnarre-Vorstand Oliver „Olle“ Hau konterte geschickt und mit Esprit. Mit ihren Reimen hießen die beiden sämtliche Narrennester willkommen. Auch Protektor Oliver Rein, die Träger des Narrenlichtes sowie einige Stadträte kamen der Einladung gerne nach. Im Anschluss verkündete Zunftmeister Wilfried Meyer das Motto der kommenden Fasent: „Fasent blibt! Egal was kummt.“ Auf sein kräftiges „Schmecksch dr Brägl“ antwortete die Narren mit „Aijo“. Die Musiken gaben noch einige Ständchen zum Besten und trugen somit zu einer ausgelassenen Stimmung bei. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Auch scheint in Petrus‘ Adern närrisches Blut zu fließen – denn angenehme Temperaturen sorgten für ein ausgedehntes Fest. Für die kleinen Narren ist der 11.11. immer wieder ein aufregendes Erlebnis. Denn an Tagen wie diesen dürfen sie ein kleines bissl länger aufbleiben und fühlen sich dabei schon wie die Großen. Nun geht es für die Narren richtig los: Hallenabende, Umzüge, Auftritte – ein Event jagt das nächste. Damit hauchen sie dem Brauchtum Fasent jedes Jahr neues Leben ein und pflegen die Tradition mit grenzenloser Leidenschaft.

 

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