Breisach Aktuell

Modern und traditionsbewusst

Christel und Dieter Ehrhardt (oben rechts) sind seit 50 Jahren „Adler-Wirte“, sie freuen sich mit ihren Söhnen Ralf und Peter sowie deren Frauen Katja und Petra Ehrhardt über die lange Familientradition.

Landgasthof Adler in Hochstetten

Familie Ehrhardt hat in den vergangenen Jahren permanent in die Modernisierung der Zimmer und der gesamten Infrastruktur des Adlers zu Hochstetten investiert.
Tradition allein sei keine Garantie dafür, dass der Landgasthof und die Hotelzimmer immer gut belegt seien, man muss sich den gehobenen Ansprüchen der Gäste stellen, so Peter Ehrhardt. Darum hat die Wirtefamilie Ehrhardt auch immer wieder in die Erneuerung und Modernisierung ihres Hotels und Gastronomiebetriebes investiert. Die Küche wurde modernisiert, ein neuer Induktionsherd ist eingebaut worden. Ein Gästehaus gegenüber des Haupthauses ist auch Bestandteil des Hotelbetriebs. Und auch die Gaststube ist über die vergangenen Jahrzehnte immer wieder verändert worden.
Die neuesten Modernisierungen kann man als Investition in die Zukunft bezeichnen. Und alles auch vor einem ökologischen Hintergrund. So findet man z.B. im Keller des Anwesens ein modernes Blockheizkraftwerk mit Wärmerückgewinnung, das neugestaltete hauseigene Freibad wird über Sonnenkollektoren erwärmt und es werden nur energiesparende Geräte eingesetzt. Dies wurde gewürdigt, in dem dieser Vorzeigebetrieb als erstes Haus am Kaiserstuhl die Umweltplakette in Gold vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband verliehen bekommen hat. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr in die Hotelzimmer investiert. Hier haben auch digitales Fernsehen mit Flachbildschirmen, W-LAN, moderne Bäder mit Regenwaldbrause, Haarfön, Isolierfenster mit Insektengitter und moderne Bodenbeläge Einzug gehalten.
Die Gastronomiefamilie legt aber bei allen Umbaumaßnahmen größten Wert darauf, den traditionsreichen Charakter des Landgasthofes mit der persönlichen gemütlichen Atmosphäre authentisch zu erhalten. In der gemütlichen Gaststube, die immer den Jahreszeiten entsprechend dekoriert ist, werden regionale und saisonale Gerichte serviert. Die Brüder Ralf und Peter Ehrhardt legen dabei größten Wert auf Frische und Regionalität. Neben Lamm zu Ostern, Spargel im Frühjahr, Pfifferlinge und Wild hält die Küchenmannschaft immer frischen Fisch bereit. Es wird auch ein deftiger Wurstsalat oder die bekannten Salatvariationen angeboten. Im Sommer hat man die Möglichkeit, auf der vielleicht schönsten Freiterrasse der Region, die Gerichte in einem mediterranen Ambiente zu genießen. Der Adler zu Hochstetten mit der Familie Ehrhardt und dem gesamten Team haben sich mit den erfolgten umfangreichen Investitionen als modernes Unternehmen präsentiert und sind somit gut für die kommenden Jahre aufgestellt.

Über 100 Jahre Gastronomietradition

“Ich werde bestrebt sein meine geehrten Gäste und Gönner mit vorzüglichem Bier, Kaiserstühler Weine, kalte und warme Speisen, auf die reellste und freundlichste Weise zu bedienen….”.

Geschrieben hat diesen Text Max Gutmann im Jahr 1905 zur Eröffnung des Gasthauses Adler in Hochstetten. Mit dieser Anzeige wollte der erste Adler-Wirt nicht nur auf die Neueröffnung hinweisen, sondern hat damals schon eine Philosophie zu Papier gebracht, die heute noch ihre Gültigkeit hat. Wirtshäuser haben schon immer, insbesondere in Dörfern, eine wichtige Aufgabe im gemeinschaftlichen Zusammenleben erfüllt. Die Sitten und Bräuche untereinander mögen sich im Laufe der Zeit gewandelt haben, doch im Gasthaus trifft man sich wie eh und je; sei es zu einem entspannten Plausch, womöglich zum Austausch wichtiger Dorfneuigkeiten, sicher aber um einen süffigen Tropfen oder gar eine gute Mahlzeit zu genießen. So ist es auch in Hochstetten, welches in seiner wechselvollen Geschichte zwei Gasthäuser hervorbrachte. Im Jahre 1669 wurde das Gasthaus zur Sonne im Bereich Gutshof des Breisacher Augustiner Klosters – heute Anwesen Waldvogel / Klosteräcker – eröffnet. Der Schankbetrieb wurde 1890 eingestellt, weil sich die damalige Besitzerfamilie Binz auf Weinhandel spezialisierte. Das bedauerliche Fehlen dieses Dorftreffpunktes nahm Max Gutmann zum Anlass, sich den Betrieb einer noch zu errichtenden Gastwirtschaft am 21. Juli 1904 vom Breisacher Stadtrat genehmigen zu lassen. Das ist die Geburtsstunde des Gasthauses zum Adler. Bis 1945 geht der Betrieb durch mehrere Hände, bevor er 1950 von der heutigen Wirtefamilie Fischer-Ehrhardt übernommen wurde. In über sechs Jahrzehnten folgten viele Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen und geben dem „Adler“ sein heutiges Gesicht. Das von Max Gutmann geprägte Motto ist auch heute noch die Grundlage des Handelns der Wirtefamilie  Ehrhardt und deren täglicher Ansporn, diese Aufgaben zum Wohle der Gäste auch zukünftig auf einem guten Niveau zu erfüllen.
Das ist gelebte badische Gastlichkeit vor den Toren Breisachs.

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