Markgräfler Bürgerblatt

Mitgliederversammlung des Gewerbevereines Müllheim: Wahlen, Fragen und interessante Ideen

Gewerbevereinschef Dirk Dölker moderierte die lange, interessante und höchst themenreiche Mitgliederversammlung des Gewerbevereins souverän. Foto: paw.

Die gutbesuchte Mitgliederversammlung des Gewerbevereines Müllheim bot neben Neuwahlen, die keine Überraschung brachten, zwei höchst interessante Themen auf – zum einen Ideen, Chancen und Möglichkeiten, den Gewerbeverein und sein Angebot weiter zu entwickeln sowie die Frage, wie es mit der Wilhelmstraße in nächster Zukunft weitergehen werde.

Wenngleich dieses Thema erst gegen Ende der Versammlung behandelt wurde, erwies sich hier ein hohes Interesse der Anwesenden. Gewerbevereinschef Dirk Dölker konstatierte, dass die Wilhelmstraße eine „klassische Einkaufsstraße“ sei. Was aber, so einige Anwesende, in der Realität kaum zum Ausdruck komme. Die Ansätze für die Entwicklung des Tenckhoff-Areals böten – so die Meinung von Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich, Wirtschafts- und Marketingfachmann Holger Lauer und Dirk Dölker – aber nun Chancen, einen turn around zu schaffen. Die Stadt, so Siemes-Knoblich, arbeite daran, neue Gegebenheiten zu schaffen, der Immobilienmarkt Wilhelmstraße komme in Bewegung, was neue Chancen eröffne, die, so ihr Versprechen, im Laufe des Jahres sichtbar würden. Entscheidend, so die Bürgermeisterin weiter, sei die sichere Ansiedlung eines großen Lebensmittelmarktes, der für die Straße eine Sogwirkung entfalten werde.

Sicher ist der Gewerbeverein Müllheim aktiv und einfallsreich. Aber man kann ja noch dazulernen. Ulrich Volk vom Gewerbeverein Elzach stellte dazu einige Ideen und Ansatzmöglichkeiten vor. Wichtig sei, Bremser und Quertreiber von Bord zu bekommen, junge Unternehmer ins Boot zu holen und unter den Fachgruppen auch eine der Zielgruppe, nämlich der Verbraucher, zu installieren. Handels- oder Handwerkslastigkeit, so Volk, dürfe es nicht geben, ebensowenig Sprachlosigkeit zwischen Verein und Stadt. Kooperation und Solidarität sei gefragt, der Gewerbeverein mit seinen Ideen und Veranstaltungen als Teil des Stadtmarketings.

Astrid Siemes-Knoblich, selbst aus der Mitte des Müllheimer Gewerbevereins stammend, würdigte die Elzacher Ideen, wies aber darauf hin, dass einiges In Müllheim schon existiere. Sie warnte davor, die eigene Leistung „schlecht zu reden“. Die Idee eines flächendeckenden kostenlosen W-Lan-Netzes – Holger Lauer hatte es zusammen mit dem potentiellen Betreiber, der Organisation Freifunk Dreiländereck, vorgestellt, stand sie positiv gegenüber. Daneben kündigte sie an, dass es bereits Anfragen nach Gewerbeflächen aus Neuenburg und der Schweiz gebe. (paw)

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