Markgräfler Bürgerblatt

Mexiko-Beben auch in Staufen registriert

HAG-Leiter Winfried Sturm mit Seismogramm des Mexiko-Bebens. Foto: privat

HAG-Seismograph

Einmalig für Schulen dürfte die von der Staufener Schüler-High-Tech-Tüftlerschmiede konzipierte HAG-Erdbeben-Messstation sein, die seit 18 Jahren mit ihrem sensiblen Seismographen im Keller des Faust-Gymnasiums rund um die Uhr in die Tiefen der Erdkruste „lauscht“. Dabei bleibt dem voll automatisierten Seismik-System weltweit kein größeres Beben verborgen.

Auch nicht das Mexiko-Beben der Stärke 7,1 aus der seismisch aktiven Region: Grund dafür ist die gegenseitige Bewegung der Nordamerikanischen- und Cocos-Platte, wobei sich erstere mit rund 50 mm pro Jahr unter die andere schiebt. Auf den Tag genau vor genau 32 Jahren – ebenso vor elf Tagen – bebte die Erde in diesem Gebiet, riss viele Menschen in den Tod und hinterließ große Schäden.

Mit kaum vorstellbarer Geschwindigkeit von etwa acht km in der Sekunde (rund 29.000 km/h) erreichte das Mexiko-Beben am 19. September die HAG-Seismik-Station. Nach weniger als zehn Minuten Laufzeit erschütterte die schnelle Primärwelle den hoch empfindlichen Seismographen, der die im fast 6.000 km entfernten Staufen ausgelösten minimalen Bodenbewegungen von ca. 0,01 mm registrierte.

Gefolgt von immer größeren Ausschlägen der langsameren Sekundärwellen und den sich anschließenden Oberflächenwellen, bebte die Erde in Staufen fast drei Stunden, während die gewaltigen seismischen Erschütterungen des nahe der Hauptstadt Mexikos gelegenen Epizentrums in einer geringen Tiefe nur knapp vier Minuten andauerten. (WS)

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