Breisach Aktuell

Melap-Plus war ein Glücksfall für Achkarren

v. l.: Architekt Thomas Thiele, Bürgermeister Benjamin Bohn und Ortsvorsteher Michael Kunzelmann bei der feierlichen Einweihung. Bild: BA

Vogtsburg-Achkarren:

Nach der Fertigstellung des Modellprojekts „Aus 3 mach 1, Restrukturierung der Ortsmitte Achkarren“ im Rahmen des MELAP PLUS Projekts, wurden dieser Tage die neuen umgebauten Räumlichkeiten des ehemaligen Schulgebäudes in einer Feierstunde durch Pfarrer Claus Trost eingeweiht.
Architekt Thomas Thiele übergab an Bürgermeister Benjamin Bohn und Ortsvorsteher Michael Kunzelmann symbolisch den Schlüssel für das Gebäude. Beim Tag der offenen Tür am vergangenen Sonntag, konnten sich die Bürger von dem gelungenen Projekt überzeugen. Die Landfrauen versorgten die zahlreichen Besucher mit Speisen und Getränken.
Mit der Eurovisionshymne aus dem Te Deum wurden die geladenen Gäste von den beiden Musikschülern Charlotte Graner, Posaune und Lea Scherer, Tenorhorn unter der Leitung von Christoph Scherzinger willkommen geheißen. „Heute ist ein ganz besonderer Tag für den Stadtteil Achkarren“, betonte Bürgermeister Benjamin Bohn bei der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste. Unter ihnen die Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, den ersten Landesbeamten vom Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Dr. Martin Barth sowie der ehemalige Staatssekretär Gundolf Fleischer, den Ehrenbürger und Altbürgermeister Gabriel Schweizer. Die Ausgangslage des Projektes war das ehemalige Rathaus und der Kindergarten sowie auch die beiden ehemaligen Schulhäuser mit ihren leer stehenden Schulräumen, die teils einen hohen Sanierungsstau aufwiesen. Bei den Ausbaumaßnahmen wurden die beiden Schulgebäude durch einen neuen Gemeindesaal miteinander verbunden. Im Erdgeschoss befinden sich hinter dem Gemeindesaal die Räumlichkeiten des Kindergartens St. Georg, die seit September bezogen sind. Die Vereinsräume sind im Obergeschoss untergebracht. Vor dem Gemeindesaal befindet sich das Foyer sowie die Räume für die Ortsverwaltung, die Barriere frei zu erreichen sind. Durch diese Zusammenführung sind jetzt alle Funktionen der Gemeinde unter einem Dach. Positiv sind die Energieeinsparungen, die bei 84 Prozent liegen im Vergleich zu den früheren separat genutzten Gebäuden, sagte Bürgermeister Bohn, der allen am Projekt Beteiligten dankte. Das Melap plus-Projekt wurde 2010 in Achkarren gestartet. Die Baugenehmigung wurde im Januar 2015 erteilt. Der Förderbescheid wurde im Juli 2015 übergeben. Der Baubeginn war im Januar 2016 und die Fertigstellung im Oktober 2016. Die Kosten belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro, die Zuschüsse betrugen 500.075 Euro aus dem Melap plus und 400.000 Euro aus dem Ausgleichstock. Bezuschusst wurden auch 20 private Bauvorhaben mit ca. 3,8Millionen Euro, erwähnte der Rathauschef rückblickend. Architekt Thomas Thiele erläuterte die Umbaumaßnahmen des Gebäudes, mit der neuen Straßen Gestaltung davor. Auf den Ausbau mit Holz habe man wegen den Brandschutzauflagen verzichtet, erwähnte der Architekt. „Uns ist es wichtig, dass die jungen Leute im Ort bleiben und es beleben, auch muss die Identität des Ortes gewahrt werden“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch Staatssekretärin im Ministerium für den Ländlichen Raum, in ihrem Grußwort. Für die Landesregierung ist die Zusammenlegung nicht ausgelasteter Infrastruktureinrichtungen in ländlichen Gemeinden eine wichtige Zukunftsaufgabe, um den Strukturwandel zu bewältigen, denn das spare der Gemeinschaft Kosten. In Achkarren sei die Vorgehensweise beispielhaft, dies könne man auf andere Orte im ländlichen Raum übertragen, betonte die Staatssekretärin abschließend. Die Grüße der Landrätin Dorothea Störr-Ritter überbrachte der erste Landesbeamte des Kreises Dr. Martin Barth. „Wir sind froh, dass wir die Fördergelder von Melap Plus nutzen konnten, nur so war es für unsere Familie möglich gewesen, im Ort zu bleiben“ sagte Nadine Möcklin, eine von vielen privaten Nutzern. „Wir hatten zuerst Skepsis dem Projekt gegenüber, dann wurde daraus Neugier und jetzt freuen wir uns“, erwähnte die Sprecherin der Achkarrer Vereine Ulrike Geppert.
„Es waren schwierige Gespräche zum Planungsbeginn“, erwähnte Altbürgermeister Gabriel Schweizer in seinen Dankesworten. Erfreut sagte Schweizer, „jetzt sind die Stadt Vogtsburg, Achkarren, die Seelsorgeeinheit, die Vereine und Bürger von Achkarren zu Gewinnern geworden“. Pfarrer Claus Trost, der auch die Grüße von Pfarrer Werner Häfele überbrachte, sagte es geht hier nicht um das Einzelne, sondern um das Miteinander. Nach einer Lesung aus dem Lucas Evangelium nahm der Geistliche die Segnung der Räumlichkeiten vor. Ortsvorsteher Michael Kunzelmann, erinnerte in seinem Schlusswort, an die Schwierigkeiten, die zu Projektbeginn bestanden. Jetzt sei der Kindergarten auf Jahre gesichert, somit hat sich das Projekt als ein Glücksfall für die Einwohner erwiesen, betonte Kunzelmann stolz.
Zum Abschluss pflanzte die Staatssekretärin Gurr-Hirsch mit Bürgermeister Bohn, Ortsvorsteher Kunzelmann und weiteren Ehrengästen vor dem Gebäude einen Baum zur Erinnerung ein. Bei einem sich anschließenden Rundgang durch das Gebäude wurden den geladenen Gästen die Räumlichkeiten des Hauses vorgestellt.

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …