Markgräfler Bürgerblatt

Max Planck Realschule: „Wir sind keine Monster!“

Sechs Podiumsdiskussionen rund um das Thema Flüchtlinge waren nötig, damit alle 900 Schüler der Max Planck Realschule ihre Fragen stellen konnten. Foto: privat

Bad Krozingen. „Wir sind keine Monster“, antwortete Nawa (17) aus Syrien auf die kritische Frage eines Schülers zu den Vorkommnissen in Köln. Nach Aussage der örtlichen Polizei verüben jugendliche Flüchtlinge in Bad Krozingen nicht mehr Kleindelikte als Deutsche im gleichen Alter, ergänzte Silvia Kovačević , Integrationsbeauftragte der Stadt. Diese und andere Fragen von Schülern der Max Planck Realschule zu Flüchtlingen wurden jüngst von einem 8-köpfigen Podium beantwortet.
Seit Beginn dieses Schuljahres gibt es eine Integrationsklasse an der Schule und das machte viele Schüler neugierig. Um Fragen kompetent und ehrlich beantworten zu können, bereiteten Lehrer und Schülervertretung eine Podiumsdiskussion vor. Neben Nawa und Kovacevic saßen auf dem Podium die Lehrerin von Nawas Integrationsklasse  Jessica Mack, die Lehrerin der Patenklasse, Saskia Görsch-Saidani mit zwei Schülern, ein Vertreter des Helferkreises und Britta Tjardes vom Hort.
Zu vielen Fragen zum Thema Flucht schwieg Nawa. Zu oft wurde sie schon mit diesen schmerzhaften Fragen konfrontiert. Flüchtlinge sprechen viel lieber über Freizeitaktivitäten, Essen und Alltag hier und im Herkunftsland vor dem. Die Jugendlichen der Integrationsklasse sind zwischen 11 und 18 Jahren alt und kommen aus sieben Nationen. Einige von Ihnen kämpfen noch mit dem Alphabet, andere, wie Nawa, besuchten schon eine Oberschule. Die Flüchtlinge sollen je nach Fähigkeit zunehmend am normalen Fachunterricht der Schule teilnehmen.

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