Markgräfler Bürgerblatt

Mathematik hautnah: Feldmesspraktikum in Tschechien

Vermessung ist neben Kopfarbeit auch harte körperliche Anstrengung. Foto: privat

Waldorfschule Müllheim

So sieht der Blick durch ein Messgerät aus! Foto: privat

Die 10. Klasse der Freien Waldorfschule Markgräflerland hat sich vom 28. September bis 5. Oktober auf nach in Tschechien gemacht. Dort erleben die SchülerInnen eine besondere Art von Mathematikunterricht. Nicht für Prüfungen oder Klausuren wird gelernt, sondern mit einer ganz praktischen Zielsetzung: der Vermessung eines konkreten Gebiets vor Ort.

Nachdem die Klasse sich in der Schule mit theoretischen Dreiecksberechnungen befasst hatte, geht es im Feldmesspraktikum um die Anwendung des Gelernten in der Lebenswelt. In Novy Dvur wird ein überschaubares Gebiet mit Hilfe von Präzisionsmessgeräten, wie Theodoliten oder Maßbändern, von der Klasse in Kleingruppen exakt vermessen. Die Ergebnisse werden danach zuerst durch Kontrollrechnungen überprüft und dann aufgezeichnet. Die so entstandenen detaillierten Ausschnitte bilden am Ende einen maßstäblichen Lageplan des Gebietes.

Bei all diesen Arbeitsschritten spielen Genauigkeit und Vorstellungsvermögen eine große Rolle. Durch die Arbeit in kleinen Gruppen lernen die SchülerInnen Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit sowie selbständiges und verantwortliches Handeln. Auch Geduld und Durchhaltevermögen sind bei Messungen in strömendem Regen oder bei Kälte gefragt. (smf)

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