Markgräfler Bürgerblatt

Lörrach – Smarte LandRegion

Das Bundesministerium für Entwicklung und Landwirtschaft fördert 22 Landkreise im Rahmen des Programms „Smarte LandRegionen” Foto: Olia Nayda auf Unsplash

Ein Arzt in der Nähe und ein Bus, der nicht irgendwann fährt, sondern dann, wenn man ihn braucht: Was in großen Städten meist selbstverständlich ist, stellt viele Bürger in den ländlichen Räumen vor Herausforderungen. Eine Lösung liegt in der Digitalisierung: Video-Sprechstunden oder flexible Mobilitätskonzepte wie Ruf-Busse können den Alltag in vielen Dörfern erleichtern. Um solche innovativen Ideen für neue digitale Plattformen und Anwendungen zu fördern und die Digitalisierung auf dem Land voranzutreiben, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Dezember das Modellvorhaben „Smarte LandRegionen“ gestartet – 25 Millionen Euro stehen dafür bereit.

Mit Lörrach ist auch ein Landkreis aus Baden-Württemberg in die Vorauswahl der besten 22 Bewerbungen aufgenommen worden. In den kommenden vier Jahre werden sie bei der Umsetzung ihrer digitalen Strategie professionell vom Fraunhofer-Institut für Experimentelle Software Entwicklung IESE und dem Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) bei der Bundesanstalt für ländliche Entwicklung unterstützt – damit aus guten Ideen Realität wird.

Das Modellvorhaben „Smarte LandRegionen“ ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE). Am Ende eines mehrstufigen Wettbewerbs werden, voraussichtlich im Spätsommer, von einer unabhängigen Jury anhand eines objektiven Kriterienkataloges sieben Modellregionen ermittelt, die dann aktiv mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelle Software Entwicklung (IESE) die digitalen Dienste gestalten. Die Bewerbungsphase ist im Dezember 2019 gestartet. 68 Landkreise haben sich beworben, 22 von ihnen haben sich nun in der ersten Runde qualifiziert. Sie werden am 20. Mai zunächst an einem Video-Workshop des IESE und des Kompetenzzentrums Ländliche Entwicklung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) teilnehmen, in dem sie über die weiteren Schritte des Wettbewerbs informiert werden. Eröffnet wird der Workshop von der Digitalisierungsbeauftragten des BMEL; Frau Prof. Dr. Engel Friederike Hessel, und dem Beigeordneten des Deutschen Landkreistages, Herrn Dr. Kay Ruge. Am Ende des mehrstufigen Wettbewerbs werden sieben Modellregionen stehen.

 

 

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