Breisach Aktuell

Lob an eine überragende Mannschaft

Zahlreiche Beförderungen standen auf der Tagesordnung.

Feuerwehr zählt 2014 rund 313 Termine und 123 Einsätze

Letzten Freitag blickte die Gesamtwehr der Freiwilligen Feuerwehr Breisach im Rahmen der Hauptversammlung auf die Geschehnisse des vergangenen Jahres zurück.

 

Gesamtkommandant Jochen Böhme begrüßte die Anwesenden in der vollbesetzten Tuniberghalle in Oberrimsingen und leitete über zum Jahresbericht von Schriftführer Ralf Reber. Die Gemarkungsfläche der Stadt Breisach beträgt rund 54,6 Quadratkilometer. Doch das Einsatzgebiet der Feuerwehr erstreckt sich über die Breisacher Stadtteile hinaus. Sie gehören dem Unterstützungsbereich Kaiserstuhl an und als Ölwehr des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald umfasst die Einsatzfläche das gesamte Kreisgebiet. Im Zuge der Erschließung neuer Baugebiete ist die Einwohnerzahl von 14.825 auf 15.007 gestiegen. Somit ist Breisach die drittgrößte Stadt im Landkreis. Die Feuerwehr zählt 239 Kameraden, davon gehören 160 Männer und 7 Frauen der aktiven Mannschaft an. 30 Jugendliche und 42 Alterskameraden komplettieren das Team um Jochen Böhme.

 

Anzahl der Fehlalarme muss sinken  Von den 123 Einsätzen kristallisierten sich 15 als Fehlalarm heraus – diese Zahl ist eindeutig zu hoch. Mit 52 Prozent steht die technische Hilfeleistung an erster Stelle der Einsatzart. Die Feuerwehr rettete 23 Menschen aus einer gefährlichen Situation – für 5 Menschen kam jede Hilfe zu spät. Ein Blick auf den Ausbildungsstand zeigt eine gut aufgestellte Truppe. Neue Termine stehen für 2015 bereits an, denn es gilt sich an die ständig neue Technik anzupassen oder das gelernte aufzufrischen. Neben den Einsätzen übernehmen die Feuerwehrkameraden Absperr- und Sicherheitswachdienste in Breisach und den Ortsteilen. Einen Überblick über den Fuhrpark gab Gerätewart Jörg Weber. Das Durchschnittsalter beträgt 10 Jahre. Im November kam mit einem neuen Vorausrüstwagen Zuwachs zur Wehr. Dieser ist für die schnelle Menschenrettung bei Verkehrsunfällen und ersetzt das 28 Jahre alte Vorgängerfahrzeug. Die undichten Stellen des Breisacher Gerätehauses wurden repariert, jedoch macht die immense Taubenpopulation der Wehr zu schaffen. Sie einfach zur benachbarten Polizei zu schicken macht keinen Sinn, denn diese hat die Kapazitätsgrenze an Tauben ebenfalls schon erreicht. Das Gündlinger Gerätehaus ist in einem guten Zustand und die Planung für das gemeinsame Feuerwehrhaus für Nieder- und Oberrimsingen ist mit geplantem Spatenstich 2015 in den letzten Zügen. Für 2015 stehen verschiedene Anschaffungen in Höhe von rund 26.000 Euro auf dem Haushaltsplan. Kurz und knapp offerierte Finanzier Norbert Ciesiolka einen positiven Kassenbericht. Kassenprüfer Jörg Leber lobte die lückenlose Auflistung der Einnahmen und Ausgaben. Bürgermeister und erster Feuerwehrmann Oliver Rein beantragte die Entlastung des gesamten Kommandos und erhielt 100 Prozent Zustimmung seitens der Kameraden.

 

Lob an eine überragende Mannschaft   Jochen Böhme lobte und dankte mit seiner Ansprache den Feuerwehrkameraden für ihren motivierten, engagierten und unermüdlichen Einsatz – sei es in den Proben oder im Ernstfall. Ebenfalls schickte er einen verbalen Blumenstrauß an die verständnisvollen Partner und Arbeitgeber hinaus. Mit Freude blickt er auf die Zusammenarbeit zwischen den Helferorganisationen sowie den benachbarten Feuerwehren. Die Wehr weist in Sachen Ausbildungsstand, technische Geräte und Fahrzeuge einen hohen Qualitätsstandard auf. Mit einem Dank wandte er sich auch an die Stadtverwaltung, die stets ein offenes Ohr für Wünsche, Anträge und Sorgen der Feuerwehr hat. Eine besonders zu pflegende Gruppe ist die Jugendwehr. Sie bildet die Hauptstütze, um den Nachwuchs innerhalb der Feuerwehr zu sichern. So blickte die Jugendwehr Oberrimsingen 2014 auf ihr 25-jähriges Jubiläum. „Ein sehr emotionales Erlebnis war meine Wiederwahl 2014“, so Jochen Böhme und zollt gleichzeitig den Respekt vor allen, die gemeinsam mit ihm Verantwortung und Aufgaben übernehmen. Böhme sprach erneut an, mit welchen großen Schwierigkeiten die Feuerwehr eine intakte Tagbereitschaft stellt. „Dieses Thema dürfen wie nicht auf die leichte Schulter nehmen“, appelliert er auch an Oliver Rein, vermehrt Feuerwehrkameraden in den Dienst der Stadt zu stellen. Dieser schloss sich den Dankes- und Lobesworten des Gesamtkommandanten an. „Die Feuerwehr ist der Schatz – ja das Kapital der Stadt“, verweist Rein eindeutig auf die Bedeutung der Feuerwehr hin. Weitere Gäste schlossen sich den Grußworten an. Mit dem Schlusswort von Jochen Böhme endete der offizielle Teil des Abends. Beim anschließenden Kameradschaftsabend verweilten die Anwesenden in aller Gemütlichkeit.

 

Gesamtkommandant Jochen Böhme zum leitenden Hauptbrandmeister ernannt

Beförderung und Ehrungen für engagierte, treue Feuerwehrkameraden   Ehrungen und Beförderungen sind mitunter der schönste Tagesordnungspunkt einer Versammlung. So auch im Rahmen der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Breisach. Befördert wurden folgende Mannschaftskameraden: Sandra Uffheil und Jonas Vierlinger rückwirkend 2014 zur Feuerwehrfrau beziehungsweise zum Feuerwehrmann. Oberfeuerwehrfrau, -mann: Pia Hack, Karsten Kolb, Lisa Wiedensohler, Malin-Fee Siegel, Manuel Gräbling, Dominik Gräbling, Philipp Schlager und Patrick Gampp. Daniel Peltzer wurde zum Löschmeister und Thomas Schätzle zum Brandmeister befördert. Seit 25 Jahren sind Jochen Böhme, Alois Lupfer, und Markus Günther im Team. Ihnen wurde das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen überreicht. Das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 40 Jahre steckte Bürgermeister Oliver Rein Erik Bohrer an das Revers. Damit hatte Jochen Böhme nicht gerechnet: Er trägt ab sofort den Titel „Leitender Hauptbrandmeister“. Zum Hauptbrandmeister wurden Christoph Zachow, Karl-Heinz Meckel und Christian Ott befördert. Herzlichste Glückwünsche überbrachten auch Bürgermeister Oliver Rein und der stellvertretende Kreisbrandmeister Jörg Weber.

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