Breisach Aktuell

Leserbrief

Wir weisen darauf hin, dass Leserbriefe ausschließlich die Meinung der Einsender wiedergeben und nicht unbedingt mit der Auffassung der Redaktion übereinstimmen müssen.

Folgende Zuschrift hat uns erreicht:

Zur Sitzung des Gemeinderates der Stadt Breisach am Rhein am 21.10.2014, Top 7 – Bebauungsplan „Schopfanlage ehemalige Ziegelei“.

 

Als 2. Vorstand des Narrennestes ,,Algerio“ nahm ich an der o.a. Sitzung als Zuhörer teil. Mit großer Verwunderung nahm ich die Stellungnahme der Gemeinderatsfraktion der Grünen, Frau Dr. Breitenfeld, zur Kenntnis. Dass sie den Brand und die Zerstörung unserer Schopfanlage mitsamt unserer Utensilien bedauerte, habe ich gerne zur Kenntnis genommen. Dass sie aber eine Wiedererrichtung der Schopfanlage an gleicher Stelle ablehnte und uns die Errichtung eines „Schwarzbaus“ unterstellte, hat mich mehr als empört. Ich möchte hiermit eindeutig klarstellen, dass unser Schopf kein Schwarzbau war und wir hierfür den Beweis in Form einer Baugenehmigung mit „rotem Punkt“ vorweisen können. Die Baugenehmigung wurde am 14.01.1998 unter Aktenzeichen: 98014438 von der Baurechtsbehörde des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald erteilt. Frau Dr. Breitenfeld hätte ihre Bedenken vor der Sitzung ausräumen können, in dem sie mit uns gesprochen hätte. Da sie das nicht getan hat, muss ich ihr unterstellen, dass sie aus Gründen der „Effekthascherei“ uns der Schwarzbauerei bezichtete. Auch hätte sie sich vorher informieren können, dass ohne eine Wiedererrichtung des Schopfes an gleicher Stelle die Gebäudeversicherung keine Zahlung leistet. Im Übrigen bekommt man bei einem Gebäudeversicherer nur Deckungszusage, wenn auch eine Baugenehmigung vorgelegt wird. Ihre Bedenken und daher Ablehnung der Wiedererrichtung an gleicher Stelle mit naturschutzrechtlichen Gründen unterlegt, kann ich ebenfalls nicht verstehen. ln unserer abgebrannten Schopfanlage fanden nicht nur Fledermäuse, sondern auch diverse Vogelarten Unterschlupf. Außerdem hatten wir im Außenbereich eine Vielzahl von Nistmöglichkeiten angebracht. Dass die Natur bis an unsere Schopfanlage reichte, hat uns Mitglieder immer fasziniert. So konnten wir z. B. Spechte beim Bau ihrer Nisthöhlen beobachten und wenn sie dann ausgezogen waren, wie ihre alten Höhlen wieder von anderen Vogelarten belegt wurden. Wir waren immer darauf bedacht, so wenig wie möglich störend auf die Natur einzuwirken. Wenn sich Naturschützer so verhalten wie die Fraktion der Grünen, kann ich nur die Frage stellen: „Wer schützt die Natur vor den Grünen?“

Jürgen Dreckmann, 2. Vorsitzender Narrennest Algerio e.V.

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