Markgräfler Bürgerblatt

Leserbrief zum Thema „Verkehrssituation rund um den Gewerbepark Breisgau“

Die Verkehrssituation in den Orten rund um den Gewerbepark Breisgau gestaltet sich zunehmend schwierig. Insbesondere das hohe Lkw-Aufkommen führt zu Lärmbelästigungen. Kürzlich aufgestellte Verbotsschilder, den gewerbepark von Norden anzufahren, werden von nicht wenigen Lkw-Fahrern ignoriert. Die Gemeindeverwaltung Eschbach hat nun ihre Bürger aufgefordert, Lkw, die die Vorschriften missachten, zu registrieren und anzuzeigen. Zu diesem Vorgehen nimmt der Vorsitzende des Gewerbevereins Hartheim/Eschbach, Wolfgang Riesterer, wie folgt Stellung:

„…in den vergangenen Tagen kocht das Thema Verkehrsbelastung in unseren Dörfern, bedingt durch zunehmenden LKW Verkehr, wieder im Extremen hoch. Bedingt durch die zunehmende Zufahrt in den Gewerbepark von Norden her, hat man sich seitens der Verwaltung Gedanken gemacht, wie man die Verkehrsbelastung vermindern, sogar verhindern kann. Mit dem Ergebnis, dass jüngst Verbotsschilder in der Nordeinfahrt des Gewerbepark aufgestellt wurden. Nachdem man relativ kurzfristig festgestellt hat, dass diese Schilder kaum Wirkung zeigen, ist man sogar nun so weit gegangen, dass man seitens der Gemeindeverwaltung dazu auffordert, LKW Fahrer, die das Schild missachten, anzuzeigen. Entsprechendes vorgefertigtes Material findet man auf der Homepage der Gemeinde Hartheim, und kürzlich auch im Gemeindeblatt.
Als Vorsitzender des Gewerbevereins kann ich ein solches Vorgehen in keiner Weise billigen noch unterstützen.
Wir wissen alle, dass der LKW Verkehr in den vergangenen Jahren rapide zugenommen hat. (…)Dies können wir sicherlich nicht verhindern, sondern wir müssen versuchen damit umzugehen und verträgliche Lösungen herbeiführen. (…)
Fahrzeuge, die den Gewerbepark anfahren, sollten eigentlich die Abfahrt Hartheim/Heitersheim nutzen. Doch die meisten aus dem Norden kommend nützen die Abfahrt Bad Krozingen und fahren dann durch Feldkirch Richtung Gewerbepark. Wer allerdings dann allen Ernstes der Meinung ist, dass ein Schild diese daran hindert, den restlichen Weg nicht mehr, wenn auch verbotener Weise, zu nutzen, der befindet sich in einem Irrglauben. Zumal es auch hier kaum Möglichkeiten gibt zu wenden. Und wenn doch, dann müssen diese Fahrzeuge ja wieder durch unseren Ort, sprich durch Bremgarten fahren.
Und so kommt es, dass es zwar ein Verbot gibt, dies aber nicht beachtet wird, oder werden kann. Im Klartext: das gewollte Ziel ist eindeutig verfehlt, weil hier keinerlei Planung gemacht wurde. (…)Und was so gar nicht berücksichtigt wurde ist, dass unsere Unternehmerinnen und Unternehmer vor Ort mit die Leidtragenden in der Sache sind. (…) Wir haben nun mal im Ort und auf dem Gewerbepark Unternehmen, die vom und mit dem LKW leben. Unternehmen. die Menschen beschäftigen und dafür sorgen, dass in die Gemeindekasse Geld fließt. Diese aber durch Aufforderung der Gemeindeverwaltung anzuzeigen, weil sie die Einfahrt in den Gewerbepark nutzen, verhindert sicherlich nicht, dass die 40 Tonner von der Abfahrt Bad Krozingen her den Gewerbepark anfahren. (…)
Es gilt in der Sache Verkehrsbelastung und Lenkung ein verträgliches Gesamtkonzept zu entwickeln. Und dazu gehören nicht nur unsere Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, sowie die verantwortlichen Personen der Verwaltung an den Tisch, sondern auch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, aber auch ganz speziell die Unternehmer.
Als Vorsitzender des Gewerbevereins, als Unternehmer und Bürger von Hartheim bringe ich mich gerne in eine sachliche und frei von persönlichen Befindlichkeiten ehrliche Diskussion ein. In der Hoffnung eine optimale Lösung für uns alle zu finden.“

 
Wolfgang Riesterer, Hartheim

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