Markgräfler Bürgerblatt

Leserbrief zum Thema: „GEMA und Ehrenamt“

Dass ohne Ehrenamt in vielen Gemeinden nichts mehr ginge, das dürfte inzwischen den meisten Zeitgenossen klar sein. Eben erst hat Müllheim mit dem Projekt „Ehrenamtsbörse“ eine tolle Einrichtung geschaffen, Bürger und Vereine, Institutionen, und Verbände zusammenzubringen. Dass hier Menschen ihre Freizeit opfern und keineswegs auf Verdienst aus sind, scheint aber noch nicht bis zur GEMA vorgedrungen zu sein. Hier ein Leserbrief eines, zu recht, irritierten Mitbürgers:

„Meine Frau hatte vor über zwölf Jahren die Bürgerinitiative „Aktive Unterstadt“ in Müllheim ins Leben gerufen und wurde seinerzeit auch von Renè Lohs darin sehr unterstützt. Seit dieser Zeit schmücken wir nach altem Brauch zu Pfingsten die Brunnen und zur Weihnachtszeit die Laternen mit 32 selbst gemachten großen Adventskränzen. Außerdem machen wir diverse Aktivitäten mit der Rosenburgschule und unserem Kindergarten und, und, und…
Alle zwei Jahre organisiert meine Frau mit ein paar weiteren Helfern von der Initiative ein Fest in der Unterstadt. Bei diesem Fest singt der Chor der Rosenburgschule immer vier Lieder. Hier kommt dann immer wieder unser Problem, die GEMA: Im vergangenen Jahr sind die vier Lieder bei der GEMA mit einem Schreiben der Rosenburgschule und der Bürgerinitiative korrekt angemeldet worden. Nun verlangt die GEMA, an meine Frau als Sprecherin (der Initiative) gerichtet, über 250 Euro für diese vier Lieder des Schulchors.
Da wir kein Verein sind, keine Einnahmen haben, auch nicht von dem Fest, da wir nur die Organisation machen, hatten wir der GEMA als Zahlung 150 Euro angeboten.  Das fällt uns schwer genug, da wir nur ab und zu Spenden bekommen, für die Aktivitäten. Aber die GEMA besteht auf ihrer Forderung.
Die Bürgerinitiative hat in 2015 vom Netzwerk „Nachbarschaft“ einen Preis bekommen, als eine von vier in Baden Württemberg, worauf wir und die Stadt stolz sind.
Warum ich das erwähne und so weit aushole? Mit diesem Verhalten wird jegliche ehrenamtliche Tätigkeit doch zunichte gemacht!“
Dr. h.c. Hartmut Hitschler, Müllheim

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