Markgräfler Bürgerblatt

Leserbrief zum Thema: „Frageviertelstunde der Ratssitzung vom 16.12.2014 Schallstadt“

Aus Schallstadt erreichte uns ein Schreiben von „PRO“ mit der Bitte, den folgenden offenen Brief bekanntzumachen, der in der in der Frageviertelstunde der Ratssitzung vom 16.12.2014 von Werner Grimm für die Interessensgemeinschaft Pro Rathaus Schallstadt verlesen wurde:

„Die gegenwärtige öffentliche Diskussion um die Gestaltung der Ortsmitte in Schallstadt veranlasst die Unterzeichnenden dringend, eine Rückkehr zur Ausgangslage zu fordern, nämlich zu den Ergebnissen des Arbeitskreises Ortsmitte für Schallstadt. Die Initiatoren dieses offenen Briefes haben beim Arbeitskreis mitgewirkt und 3 Varianten erarbeitet, die dem Gemeinderat vorgelegt und am 25. März 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Es ist alleinig Aufgabe des Gemeinderats, die Planung und Umsetzung der Gestaltung einer bürgerfreundlichen Ortsmitte zu beginnen und die notwendigen Entscheidungen zu treffen. Die Interessengemeinschaft „PRO Rathaus / Ortsmitte“ ergreift Partei für die Varianten, die einen Rathausneubau bei der Gestaltung der Ortsmitte integriert. Eine deutliche Mehrheit der Teilnehmer des Arbeitskreises hat sich hierfür ausgesprochen.
Wir weisen noch einmal darauf hin, dass es unseres Erachtens nicht passieren darf, dass für das Projekt Rathausneubau zwei wertvolle Grundstücke in Anspruch genommen werden. Wenn der alte Sportplatz nicht mit einem Rathaus bebaut werden soll, weil man vermeintlich den Bürgerwillen respektieren möchte, dann muss der Beschluss dahingehend gefasst werden, die neue Ortsmitte ausschließlich auf dem Grundstück zu verwirklichen, auf dem das Rathaus letztlich gebaut wird.
Sollte dies auf der sog. Zirkuswiese der Fall sein, wäre der alte Sportplatz bestmöglich baulich zu verwerten, um so den finanziellen Schaden, der jetzt schon durch den Bürgerentscheid entstanden ist, in Grenzen zu halten. Wir alle wissen, dass der Bürgerentscheid grundsätzlich den Bau eines neuen Rathauses verhindern sollte, egal wo. Der Entscheid richtete sich nicht gegen das Gelände sondern gegen den Rathaus-Neubau an sich. Zwischenzeitlich ist mit Gutachten bestätigt, dass das Alte Rathaus (Kirchstraße) nicht renoviert werden kann, und der Beschluss zum Rathausneubau liegt vor. Die neue Sachlage darf nicht ignoriert werden. Das Argument, man müsse den Bürgerentscheid respektieren, halten wir für nicht mehr relevant.
Die Verwendung von zwei Grundstücken für das Vorhaben neue Ortsmitte halten wir für unverantwortlichen Flächenverbrauch. Wir bitten die Verantwortlichen zu berücksichtigen, welche Doppelkosten ein solcher Beschluss dauerhaft mit sich bringen würde. Mit unserem Ansinnen vertreten wir die stille Mehrheit derjenigen, die sich entgegen des Ausgangs des Bürgerentscheids vom März 2013, eine Ortsmitte in Schallstadt mit Rathaus-Neubau – am besten auf dem Alten Sportplatz – wünschen. Alteingesessene Bürgerinnen und Bürger, die als Zeitzeugen die Entwicklung Schallstadts seit einigen Jahrzehnten begleiten und gestalten, stimmen unserem Ansinnen vollumfänglich zu.“
Hubert Danner, Werner Grimm, Elmar Kasper, Horst Reuter, Regina Stork, Dagmar Wiesner, Schallstadt

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …