Markgräfler Bürgerblatt

Leserbrief zum Thema: „Es läuft in die falsche Richtung!“

Im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall zwischen Auto und Radfahrer erreicht uns folgender Leserbrief:

„Hallo zusammen, ich wurde am Samstag gegen 22.30 (Uhr) als Fahrradfahrer von einem Auto, das mit überhöhter Geschwindigkeit in die Straße einbog, frontal angefahren, so dass ich im hohen Bogen drüberflog und nur noch das Auto unter mir wegfahren sah und auf der Straße landete.
Das Auto fuhr in hoher Geschwindigkeit weiter (weil er zu einem Feuerwehreinsatz musste! ). Mein Unterschenkel wurde beim Aufprall zwischen Pedal und Autostoßstange gequetscht ,aber durch diesen Gegendruck blieben meine Knochen bis auf starke Schwellungen heil. Das Fahrrad flog in hohem Bogen fort. Ein aufmerksamer Passant machte ein Foto von dem flüchtenden Fahrzeug, was den Fahrer zum Umkehren bewog. So lag ich am Boden umringt von Leuten, Gott sei Dank auch Zeugen, die bestätigten, wie der Fahrer selbst, dass er zu schnell war weil er zu einem Feuerwehreinsatz musste.
Nun äußerte ich mich dazu wie hier in Müllheim gefahren wird und dass ich hier eigentlich nur eingebogen war, weil ich wissen wollte, wem das schwarze Auto gehört, das zuvor hier mit viel (zu) schneller Geschwindigkeit die Werderstraße runterfuhr. Dies stellte sich als Fehler heraus und ich wurde beschimpft, ich könnte die Geschwindigkeit nicht schätzen. Was der eintreffende Polizist gleich bestätigte. Zuvor wurde die Zeugin durch laute Beschimpfungen noch vertrieben.
Ich komme ins Krankenhaus und werde geröntgt. Gott sei Dank nichts gebrochen. Tage später auf der Polizei erfahre ich, daß der Auto(fahrer) Lackschaden an seinem Auto reklamiert. Keine Rede mehr von überhöhter Geschwindigkeit. Meine Pedalkurbel ist verbogen. Interessiert den Polizisten aber nicht (…).Ich mache einen Fahrradsachverständigen in Freiburg ausfindig.
Wie sich beim Arzt rausstellte, gab es gar viele Radunfälle in letzter Zeit in Müllheim. Meine Kinder sehe ich stark in Gefahr an der Vögisheimer „Stadtautobahn“ wohnend. Interessieren tut’s nicht wirklich irgend jemand, der dafür zuständig sein könnte; mehrere Anschreiben bleiben unbeantwortet, trotz dass ich den Mobilitätsfragebogen eigenhändig verteilt habe und mit vielen Bürgern gesprochen habe, die mir ihr Leid klagten.
Andere Gemeinden haben jetzt schon leuchtend gelbe Plakate hängen wie „Vorsicht Schulbeginn“; mein Freund wurde vor 3 Monaten in der Werderstaße (30er Zone!) überfahren, Beckenbruch.(…). Was ist hier los in Müllheim? Wo bleibt die Fürsorgepflicht für die Bürger,vor allen die schwachen, wie Kinder und Behinderte? Es läuft hier 180 Grad in die falsche Richtung“.

Christoph Böck, Müllheim

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