Markgräfler Bürgerblatt

Leserbrief zum Thema: „Bebauungsplan Käppelematten“

Foto: privat

Intensiv diskutiert wird in Sulzburg derzeit  der Bebauungsplan „Käppelematten“. Während die einen hier eine Möglichkeit sehen, Wohnraum zu schaffen, wehren sich andere gegen den Verlust eines natürlich-gewachsenen Gebietes und monieren Hast und Intransparenz. Hierzu erreichte uns folgender Leserbrief:

Bürgerbegehren „Käppelematten bewahren“

„Am 12. Mai hat der Gemeinderat Sulzburg auf eine sehr intransparente Art und Weise im Schnellverfahren beschlossen, einen Bebauungsplan für die Käppelematten aufzustellen und demzufolge die Käppelematten für ein weiteres großes Baugebiet zu opfern.
Die aufgeführten Gründe für dieses „Hau-Ruck-Verfahren sind spekulativ und nicht belegt: So wurde auf das Schreckgespenst eines in Zukunft drohenden massiven Bevölkerungszuzugsdrucks verwiesen, aufgrund dessen die Stadt Sulzburg gar keine andere Wahl hätte, als jetzt schon durch ein neues Baugebiet darauf zu reagieren. Selbst die Flüchtlingskrise musste herhalten, um diesen Beschluss zu rechtfertigen.
Dabei sind alle diese Begründungen leicht zu widerlegen beziehungsweise in Frage zu stellen: „drohender massiver Bevölkerungszuzugsdruck“? Verwechselt man sich da nicht mit Freiburg oder Bad Krozingen oder Weil am Rhein?
„Flüchtlingskrise“?: Wer weiß, ob nicht in fünf Jahren ein Großteil der Flüchtlinge wieder zurück in Ihrer Heimat sind?
Fest steht, wir Sulzburger erwarten bessere Argumente, um die Käppelematten für noch ein Baugebiet herzugeben. Schließlich sind die Käppelematten die allerletzte noch freie bebaubare Fläche im Talgrund von Sulzburg. Alles andere wurde in den letzten 30 Jahren restlos zugebaut.
Dieser Bauwut muss ein Ende gesetzt werden. Auch die nachfolgenden Generationen müssen noch Entwicklungschancen haben! Die Käppelematten mit ihren einzigartigen offenen Obstbaumwiesen, den Pferdekoppeln, den Ziegen- und Schafweiden sind ein absolutes Naturhighlight und Teil des besonderen Charmes von Sulzburg. Unzählige Spaziergänger, Jogger, Radfahrer, Campingplatzbesucher nutzen regelmäßig den malerischen Verbindungsweg von Dottingen und Laufen in die Stadt hinein. Auch das Markgräfler Wiiwegle führt über den Käppelemattenweg und die Wiesenlandschaft ist dadurch auch touristisch bedeutsam. Dieser Schatz darf auf keinen Fall für ein weiteres Baugebiet geopfert werden.
Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und um die Verwaltung endlich zu einem offenen Dialog mit der Bevölkerung zu zwingen, wurde jetzt ein Bürgerbegehren mit dem Namen „Die Käppelematten bewahren“ eingeleitet.
Die Sulzburger können dabei durch ihre Unterschrift ein klares Zeichen setzen, dass die Käppelematten so bleiben müssen wie sie sind, als wesentlicher Teil der Identität von Sulzburg, eingebettet zwischen Wald, Wiesen und Reben.“
Kontaktadresse: kaeppelemattenbewahren@freenet.de
Friedhelm Busch, Sulzburg

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