Markgräfler Bürgerblatt

Leserbrief zu „Landtagspräsident schwebt über künftigen Rheingärten“

Zu unserer Reportage „Landtagspräsident schwebt über künftigen Rheingärten“ (08.08. 2014) erreichte uns der folgende Leserbrief:

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„Wenn man die Aufnahmen betrachtet und den dazugehörigen Kommentar liest, wird einem bewusst, welchen Stellenwert der Schutz der Natur tatsächlich noch einnimmt. Umweltzerstörung wird geradezu verklärt, von „Rheingärten“, Hochwasserschutz und Bundesgartenschau ist die Rede. Wie aber sieht die Realität aus?
Auwald wird großflächig abgeholzt, die Natur wird gnadenlos plattgewalzt, zurück bleibt eine wüstenähnliche Landschaft. Naturerlebnisse wie die Rheininsel bei Neuenburg gibt es nicht mehr. Der Leinpfad entlang des Altrheins, der ein beliebtes Ausflugsziel für Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger war, muss weichen oder wird verlegt. Er wird niemals mehr so sein wie er war. Pflanzen und Tiere, darunter auch viele geschützte, verschwinden für immer.
Bei der Planung dieses Bauprojektes haben die Verantwortlichen wohl total außer acht gelassen, dass Auwälder nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern auch ein wichtiger, unverzichtbarer Wasserspeicher sind. Auf einer Strecke von 50 km – Weil am Rhein – Breisach – wird einer noch verbliebenen Auenlandschaft der Garaus gemacht. Worum geht es wirklich? Soll unter dem Vorwand des Hochwasserschutzes evtl. Kies abgebaut werden? Ist eine, als Ersatz für die Naturzerstörung entstehende Kunstlandschaft (Rheingärten) wirklich eine Bereicherung und ein zukünftiges attraktives Naherholungsgebiet?
Monika Benter, Müllheim

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