Breisach Aktuell

Konfirmanden begleiteten Besuchsdienst

Konfirmanden für Sozialpraktikum in der Klinik

Fünf Konfirmandinnen und fünf Konfirmanden der evangelischen Martin Bucer Gemeinde aus Breisach begleiteten vier Wochen lang den ökumenischen Besuchsdienst der HELIOS Rosmann Klinik Breisach.

Das Projekt fand in dieser Form nun zum zweiten Mal statt. Den Startschuss bildete der diesjährige Konfi-Tag Mitte September, an dem die Leiterin des Besuchsdienstes, Dorothea Kusche, den Ablauf und die Besonderheiten der Arbeit im Krankenhaus vorstellte. „Es ist zum Beispiel wichtig, dass jeder der Jugendlichen eine Schweigepflichtserklärung abgibt“, erklärt die langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin, wie die Privatsphäre der Patienten geschützt wird. Außerdem sei eine ordentliche Unterweisung in den Arbeitsschutz und in die strengen Hygienerichtlinien des Krankenhauses notwendig.

Nachdem alle Schulungen durchgeführt und die Formalitäten geklärt waren, konnte das Projekt Mitte Oktober 2015 beginnen. Einige der ehrenamtlichen Besuchsdienstmitarbeiter wurde fortan vier Wochen lang von ein bis zwei Konfirmanden begleitet. In der Halbzeit lud Dr. Bernhard Walter, Ärztlicher Direktor der Klinik, zur Diskussion „Kommunikation am Lebensende“ ein. „Ich sehe uns da ganz klar in der Pflicht, jungen Menschen den Zugang zu diesen doch eher versteckten und manchmal auch tabuisierten Themen zu öffnen“, unterstreicht der Palliativmediziner die Sinnhaftigkeit des Projekts. Von Seiten der evangelischen Kirchengemeinde wurde das Projekt von den Konfirmanden-Beauftragten Oliver Münch und Gerold Jäger betreut. An der abschließenden Feedback-Runde am 24. November 2016 nahmen neben den Konfirmandinnen und Konfirmanden auch die evangelische Pfarrerin Christine Drape-Müller, der Klinikgeschäftsführer Julian Schwaller, der Ärztliche Direktor Dr. Bernhard Walter und die Mitarbeiter des Besuchsdienstes teil. Hier konnten die Jugendlichen die gesammelten Erfahrungen austauschen und Verbesserungsvorschläge für künftige Projekte abgeben. „Wir planen das Projekt auch im kommenden Jahr zu wiederholen und freuen uns über Herrn Schwallers Angebot, die Jugendlichen noch intensiver auf das Gespräch mit den Patienten vorzubereiten“, freut sich Dorothea Kusche über das zusätzliche Engagement des Klinikgeschäftsführers.

 

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