Markgräfler Bürgerblatt

Kläranlage Bad Bellingen

Wo der Strom selbst erzeugt wird

 (v. l.) Dipl. Ing. Frank Pelzer aus Breisach, beratende Ing. für PV-Anlage, Frank Spiegelhalter, Rechnungsamtsleiter, Otmar Tröndlin, Leiter der Kläranlage, Dr. Alexander Hakenjos, Geschäftsführer der H&W Energieprojekte GmbH, Kandern und Dr. Christoph Hoffmann, Bürgermeister von Bad Bellingen. Foto: privat


(v. l.) Dipl. Ing. Frank Pelzer aus Breisach, beratende Ing. für PV-Anlage, Frank Spiegelhalter, Rechnungsamtsleiter, Otmar Tröndlin, Leiter der Kläranlage, Dr. Alexander Hakenjos, Geschäftsführer der H&W Energieprojekte GmbH, Kandern und Dr. Christoph Hoffmann, Bürgermeister von Bad Bellingen. Foto: privat

Bad Bellingen. Die Bad bellinger Kläranlage ist der größte Stromverbraucher in der gesamten Gemeinde. Nun wurde auf dem Dach des Containerlagergebäudes der Kläranlage Bad Bellingen eine Photovoltaikanlage installiert.
Die PV-Anlage hat eine Auslegungsgröße von 34,5 kWp. Auf dem Dach mit 15 Grad Dachneigung wurden 138 polykristalline Solarstrommodule montiert. Vergeben wurde Auftrag an den günstigsten Anbieter, die Firma H+W Energieprojekte GmbH, Kandern. Die Auftragssumme liegt bei rund 51.000 Euro.
Der produzierte Sonnenstrom wird in der Kläranlage zum Eigenverbrauch genutzt. Bei maximaler Sonneneinstrahlung kann die Kläranlage nahezu vollständig mit Sonnenstrom betrieben werden. Insgesamt wird die Photovoltaikanlage rund 15 Prozent des Gesamtstrombedarfs der Kläranlage decken können.
Neben dem Solarstrom werden auch im eigenen Blockheizkraftwerk der Kläranlage Faulgase verstromt und Wärme erzeugt. Diese Wäre entspricht etwa 10.000 Litern Heizöl und wird für die Gebäudeheizung und die Erwärmung des Faulturmes genutzt. Das BHKW ersetzt rund 15 Prozent des Strombedarfs.
„Die Abdeckung des Eigenverbrauchs durch erneuerbare Energien ist ein wichtiges Ziel an dem wir Arbeiten. Es wird nicht der letzte Schritt in der Kläranlage für Energieeinsparungen oder Energieproduktion gewesen sein. Allerdings mussten wir vor dem 1.August 2014 fertig sein mit der Installation, da die neue Gesetzgebung die Eigenstromerzeugung nun auch mit EEG Umlage bedenken will, was die Installation weniger wirtschaftlich gemacht hätte. Die Eigenstromerzeugung mit EEG Umlage zu belegen halte ich für grundsätzlich falsch.“ sagte Bürgermeister Dr. Christoph Hoffmann.

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