Markgräfler Bürgerblatt

Kirche und Orgel werden saniert

Siegfried Bürgelin an der Kirchenorgel in Hertingen. Foto: Amann

Bad Bellingen. Die kleine Dorfkirche im evangelischen Ort Hertingen ist innen wie außen geradezu die Antithese zur barocken Prachtentfaltung des Katholizismus, wobei es sich bei der Marmorausgestaltung in der katholischen Schwesternkirche im Ortskern Bad Bellingens auch nur um angemaltes Holz handelt, an dem sich derzeit bedrohlich die Holzwürmer verlustieren.
Bei „de Chilche vu Hertige“, werden in den kommenden Wochen mit einem aus vielen Geldquellen gespeisten Aufwand von rund 113.000 Euro dringende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Und es handelt sich ja beileibe nicht um bloße Verschönerungen, sondern um ernsthaft notwendige Sicherheits- Reparaturen etwa im Bereich der Empore.
Vorübergehend abgebaut und in die „Reha“ eines Orgelbaubetriebes transportiert wurde auch das bescheiden kleine „Chilche-Örgel“ (Foto), das seit 1787 so viele Hochzeiten, Taufen und Trauergottesdienste musikalisch ausgestalten half. Wie oft wohl haben Organisten und Organistinnen auf ihr schon „Nun danket alle Gott“ gespielt, den Liedklassiker der evangelischen Christen?

Der große Johann Peter Hebel (1760-1826), einstmals Vikar in Hertingen, sieht die Sanierung von Kirche und Orgel „von oben“ ganz sicher mit Wohlgefallen. (MBB)

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