Markgräfler Bürgerblatt

Kampfgeist und Nervenstärke: „Wir geben nicht auf!“

Abpfiff – das Spiel ist aus, glückliche Rudel-Bildung auf Freiburger Seite, hängend Köpf beim FC Bayern München nach der 2.1 Niederlage am Samstag. Foto: privat

Freiburg. Vor dem Spiel gegen den Deutschen Meister 2015, FC Bayern München, sagte SC Trainer Christian Streich fast ein wenig trotzig „Wir geben nicht auf!“ Genauso trotzig, mit zweifelnder Zuversicht erlebte der SC-Fan im seit Monaten ausverkauften „Schwarzwald-Stadion“ Spannung pur, Sein oder Nicht-Sein, um Klassenerhalt oder 2. Liga. Jeder im Stadion wünschte sich, dass etwas schier Unmögliches passieren werde: nach 19 Jahren ein Sieg gegen die Bayern – oder wenigstens ein Punkt für Freiburg…
Was wurde im Vorfeld des Spiels nicht alles kolportiert: Bayerntorwart Manuel Neuer stünde krankheitsbedingt nicht zwischen den Pfosten, der Meister eh´ nur mit einer Auswahl zweit- und drittklassiger Spieler – als gäbe es die bei den Bayern – anreiste und anderes mehr. „Wettbewerbsverzerrung“ war von Mitabstiegskandidaten zu hören.
Nichts von allem! Die Erste Garde von Bayerns Trainer „Pep“ Guardiola stand auf dem Platz, auf der Bank dazu Stars wie Thomas Müller, Philipp Lahm, Gianluca Gaudino, Claudio Pizarro, Javier Martínez und Thiago mit Ersatztorwart Ivan Lucic – von denen Müller, Lahm und Thiago in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kamen.
Stuttgart führt in Hamburg, der HSV gleicht aus, der VfB wieder vorn – auf Schalke steht es 1:0 gegen Paderborn – Augsburg gegen Hannover 1:1 zur Halbzeit. Dann trifft 96 zum Endstand 2:1 – Hertha spielt unentschieden gegen Frankfurt. Spannung pur, Handy überall in Aktion, denn die Anzeigetafeln im Stadion vermelden nichts, das ist an den beiden letzten Spieltagen, an denen alle Spiele zur gleichen Zeit ausgetragen werden, so üblich.
In Freiburg führt die Bayern-Elf seit der 13. Minute durch ein Tor von Schweinsteiger; 33. Minute: Admir Mehmedi überwindet Manuel Neuer – TOOOR! – Ausgleich – das Stadion tobt!
Die letzten bangen Minuten beginnen, in der 86. Minute kommt Nils Petersen für Mehmedi aufs Spielfeld und drei Minuten später steht das Stadion Kopf: Nils Petersen erzielt nach Zuspiel von Karim Guédé das 2:1 für den SC. Zwei Minuten Nachspielzeit –  zwei Minuten zittern und hoffen – und dann ist das Spiel aus: Freiburg verbessert sich mit 34 Punkten auf den 14. Tabellenplatz.
Aber noch steht die Mutter aller Saisonspiele aus: gegen Hannover am kommenden Samstag, 23. Mai 15.30 Uhr in Hannover. 96 liegt mit ebenfalls 34 Punkten, aber einer schlechteren Tordifferenz, auf Platz 15 vor Stuttgart (33 Punkte) und dem HSV mit 32 Punkten. Paderborn belegt mit 31 Punkten Platz 18. Noch ist Freiburg nicht gerettet, das Bangen hat noch kein Ende. Aber: „Wir geben nicht auf!“
Am letzten Spieltag muss der VfB nach Paderborn – der Hamburger SV empfängt Schalke 04. Wer interessiert sich da noch für die Tabellenspitze?! (rs)

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