Stadtanzeiger Breisach

Julius-Leber-Schule – Soziale Woche

Breisach. Inklusion ist für die Siebtklässler der Julius-Leber-Grund-und Gemeinschaftsschule in Breisach kein Fremdwort mehr. Schon zum zweiten Mal befassten sie sich während der sozialen Woche vom 14. bis 17. Mai unter dem Motto „Einzigartig – es ist normal, verschieden zu sein“ mit unterschiedlichen Aspekten der Inklusion im Schulalltag.

Beim Rückblick auf die Projektwoche betonte ihre Initiatorin und Schulsozialarbeiterin Bettina Sailer, es gehe darum, Gemeinsames mit Menschen zu erfahren und erleben, die eine, wie auch immer geartete, Behinderung haben. „Die soziale Woche ist ein fester Bestandteil des sozialen Konzeptes der Julius-Leber-Schule und wird immer mit Schülerinnen und Schülern der siebten Klassen durchgeführt.“

Julius Leber Inklusion

Soziale Woche an der Julius-Leber-Schule mit dem Thema „Inklusion“. Foto: UB

Großen Dank sprach Sailer allen „Hauptakteuren“ und dem „Runden Tisch für Mitmenschlichkeit“ in Breisach aus. Durch dessen Spende konnte die Ausleihe von Materialien für den „Demenzparcours“ der Projektwoche finanziert werden. Dank für ein „tolles Projekt mit tollem Programm“ gab es ebenfalls für Schulleiterin Ellen Bastian, die kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, Anke Dallmann, sowie an den kommunalen Inklusionsvermittler der Stadt Breisach, Ludger Baldus.

Berührungsängste könnten Behinderte im Erwachsenenalter nicht mehr abbauen, und deshalb sei die frühe Erfahrung vom „normalen Anderssein“ ein ganz wichtiges Thema.Positiv äußerten sich SchülerInnen zum Erlebnis Inklusion. „Wir wußten ja gar nicht, was Inklusion bedeutet, aber jetzt ist uns klar, dass Menschen mit und ohne Behinderung gut zusammen leben können, wenn sie sich helfen und respektieren. Wir sind alle so, wie wir sind, und jeder Mensch hat Recht auf Integration.“

Mit im Programm der Gemeinsamkeit: ein Film über Formen von Beeinträchtigungen, Demenzparcours, Rolliparcours  und Einkaufstouren mit Rollstuhl. Ein Höhepunkt der Woche war die Interviewrunde mit dem Biathleten und Paralympics-Sieger Martin Fleig.

Beeindruckt waren die Schüler vor allem davon, wie Menschen mit ihrer Behinderung leben. So etwa davon, einhändig das zu schaffen, wofür man normalerweise zwei Hände braucht. Dafür gab es auch Selbstversuche mit dem Fazit:“ Beeinträchtigte können die gleichen Sachen machen wie wir – nur anders.“ (UB)

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