Markgräfler Bürgerblatt

Jahrestagung der Schwarzwald Tourismus GmbH

Landrat Frank Scherer, Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Prof. Dr. Bernd Eisenstein und STG-Geschäftsführer Christopher Krull stellen den Journalisten das neue Marketing-Konzept "Aufbruch 2020" vor. Foto: Wallbaum/STG

Neue Impulse für den Schwarzwald

Müllheim. Mehr als 300 Touristiker aus der Ferienregion erörterten in Müllheim touristische Zukunftsfragen für den Schwarzwald. Das Jahrestreffen der 320 Mitgliedsgemeinden der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) stand unter dem Motto „Aufbruch 2020“. Kernthemen waren die geänderten Bedürfnisse von Urlaubern und die Frage, wie die hervorragende Tourismusbilanz auch für die Zukunft gesichert werden kann.
Bei über 20 Mio. Übernachtungen in gewerblichen Betrieben mit mehr als neun Betten ist inzwischen wieder ein Niveau wie vor 25 Jahren erreicht. „Damals genügten jedoch 4,6 Mio. Urlauber, um diese Übernachtungszahlen zu erreichen, heute müssen die Touristiker dafür 7,4 Mio. Gäste begeistern“, stellte Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Frank Scherer, Offenburg, fest.
„Der Schwarzwald ist in Deutschland hervorragend positioniert. Jeder zweite Bundesbürger hat schon mindestens ein Mal Urlaub im Schwarzwald gemacht. Es gilt jetzt, die richtigen Zielgruppen über die richtigen Themen noch stärker an die Region zu binden“, mahnte Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus (IMT) der FH Westküste. Sein Institut hat gemeinsam mit den Gremien der STG neue Zielgruppen definiert und das Themenportfolio ausgeweitet. Künftig sollen im Marketing neben dem ursprünglichen und naturnahen Angebot auch Tipps für Familien, für Kultur- und Städtereisende und für Menschen, die Natur angeleitet erleben wollen, intensiver aufbereitet werden.

STG-Geschäftsführer Christopher Krull betonte bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes für 2013 die intensivierten Werbemaßnahmen im Ausland. Krull: „Angesichts der immer kürzeren Aufenthaltsdauer deutscher Gäste sind nennenswerte Zuwächse bei den Übernachtungszahlen künftig hauptsächlich aus den Auslandsmärkten zu erwarten.“ In den statistisch erfassten Übernachtungsbetrieben kommen bereits mehr als 27 Prozent aller Gäste aus dem Ausland. (MBB)

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