Markgräfler Bürgerblatt

IRP-Rheingärten Neuenburg – Offiziell an die Stadt übergeben

Bürgermeister Joachim Schuster ernannte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zur Botschafterin der Landesgartenschau und zur „Baumpation“ der Schwarzerle. Fotos: Münch

Neuenburg. Entsprechend des Masterplans „Neuenburg geht zum Rhein 2025“ wurden jetzt die Rheingärten fertiggestellt und offiziell vom Land an die Stadt übergeben. Sie sind Teil der Ausgleichsmaßnahmen für das Hochwasserschutzprojekt „Integriertes Rheinprogramm (IRP). Die „Rheingärten“, die nun den Rhein barrierefrei der Stadt wieder näher bringen, werden wichtiger Bestandteil der Landesgartenschau 2022 sein.
Das IRP ist ein Projekt, das für den Hochwasserschutz am Unterlauf des Rheins besondere Bedeutung hat. Dazu werden riesige Retentionsflächen geschaffen, in denen nicht nur Überschwemmungsgebiete, sondern auch Auwälder entstehen sollen. Allein zwischen Weil und Breisach sollen 25 Mio. Kubikmeter Rückhalteraum geschaffen werden, betonte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Dazu würden auf 600 ha Uferbereich Erde und Kies abgetragen, das Gelände fast auf den Normalstand des Rheins tiefer gelegt. Die Funktion: bei Hochwasser soll der Abfluss gebremst werden, ungewöhnliche Wassermassen aufgestaut und eine Flutwelle verhindert. Allein auf der Gemarkung Neuenburg entsteht ein Stauvolumen von 7,8 Mio. m³.
„Wir haben gehört, dass die Menschen bereits während der Bauphase die Flächen eingenommen haben“, stellte Schäfer schmunzelnd fest. Neben einer interessanten Geländemodellierung wurden für die weitere Nutzung eine Aussichtsplattform, eine Freilichtbühne, eine Liegewiese und Informationstafeln, die über das Projekt informieren, geschaffen.

Retentionsfläche und Naherholungsgebiet: Neuenburg ist wieder am Rhein!

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„Für die alte Zähringer- und Brückenstadt ist dies ein freudiger Anlass“, so Bürgermeister Joachim Schuster. Er unterstrich die Bedeutung des Rheins für die Stadt, die bis zur Hochwasserkatastrophe von 1525 direkt am Rheinufer gelegen habe und heute rund 800m vom Fluss entfernt sei. Bundesautobahn und Bundesstraße wie die Kreismülldeponie schienen den Schritt zum Rhein unmöglich zu machen. „Trotzdem haben wir das Interesse am Rhein nicht verloren und den Masterplan entwickelt“, betonte Schuster. Die Bewerbung um die Landesgartenschau basiere auf dem Masterplan 2025. Dann wird die Stadt 850. Geburtstag feiern. Zur Landesgartenschau gehört dann auch die Autobahnüberbauung, das Parkhaus am Kronenrain, der Übergang zum Wuhrloch und die Entwicklungsflächen an der Schlüsselstraße.
Nachdem sich Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ins goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, ernannte Bürgermeister Joachim Schuster sie zur Botschafterin der Landesgartenschau. Damit verbunden ist eine Baumpatenschaft. Für Bärbel Schäfer hat man die „Schwarze-Erle“ als Baum ausgesucht. (mps)

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