Breisach Aktuell

Interview-Auszug zum Thema Flüchtlingsfragen

Interview: Dr. Klaus Amann mit Bürgermeister Oliver Rein

a) Wie viele Personen/Familien aus welchen Ländern sind derzeit in Ihrer Gemeinde wie untergebracht?

BM: Im Flüchtlingsheim sind insgesamt 56 Personen, hiervon zwei Familien (Mutter und Kind und Mutter plus zwei Kinder). Die Flüchtlinge kommen aus den Ländern Serbien, Syrien, Afghanistan, Russland, Irak, Iran, Algerien, Gambia, Kamerun, Togo, Bosnien-Herzegowina. Auf dem Münsterberg sind 15 Personen aus Ländern Togo, Eritrea, Nigeria, Gambia, Kosovo, Kamerun, Sri Lanka, China. Des Weiteren haben wir 19 anschlussuntergebrachte Flüchtlinge auch aus verschiedensten Herkunftsländern.

b) Gibt es angesichts der Prognosen bis zum Jahresende und für das kommende Jahr 2016 Reserven an Unterbringungsmöglichkeiten und welche Rolle werden ggf. die Turn- und Festhallen spielen?

BM: Für das kommende Jahr 2016 ist die Stadt auf der Suche nach Reserven für Unterbringungsmöglichkeiten. Turn- und Festhallen werden keine Rolle spielen.

c) Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung der Zuwanderung in Ihre Gemeinde ein?

BM: Die Zuwanderung in unserer Gemeinde ist geregelt, wir werden in einer Behelfsunterkunft bis zu weiteren 320 Flüchtlinge aufnehmen müssen.

d) Wie belastbar bleibt weiterhin die allerorts als sehr gut beschriebene Willkommenskultur in der Bürgerschaft?

BM: Die Helferstruktur in Breisach am Rhein ist hervorragend. Wenn der jeweilige Standort angemessen ausgewählt wurde denke ich auch, dass die gute Helferorganisation weiterhin gut funktionieren wird.

e) Ist mit Blick in die Zukunft die Beschlagnahmung von leerstehendem Wohnraum ggf. eine Notfall- Option, um Obdachlosigkeit mitten in Ihrer Gemeinde zu verhindern?

BM: Mit Beschlagnahme von leerstehendem Wohnraum ist derzeit nicht zu rechnen.

 

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