Markgräfler Bürgerblatt

Immobilienmarkt Südbaden: Die Nachfrage übersteigt das Angebot

Überschaubares Angebot trifft auf große Nachfrage – Ergebnis: steigende Immobilienpreise Foto: FWTM

Freiburg/Müllheim. Die Immo, die dieses Jahr am 27./28 Februar zum 9. Male in Freiburgs Messehallen ausgerichtet wird, hat sich verändert. Thomas Schmidt, Chef der Sparkassen Immobilien GmbH und profunder Kenner der badischen Immobilienszene (siehe Seite 2), sagt: „Die Immo war zunächst eine reine Anbieter-Messe, jetzt ist sie immer mehr zur Leistungsschau der ausstellenden Immobilien-Dienstleister geworden. Wir erwarten neben den Kaufinteressenten auch potenzielle Verkäufer von Immobilien, die sich kompetent beraten lassen möchten.“
Denn, so Roland Butz, Chef der Volksbank Immobilienabteilung, Freiburg, momentan gebe es deutlich mehr Nachfrager als Anbieter. Doch im Umkreis von Freiburg sind finanzierbare Immobilien schwer zu finden. Die 9. Immo bilde den Immobilienmarkt in Freiburg und der Regio umfassend ab, hebt Daniel Strowitzki, Chef der Freiburger Messe, die heutige Kernaufgabe der Messe hervor. Und der Markt ist, wie Thomas Schmidt sagt, geprägt „von einem großen Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage!“
Rund 65 Aussteller sind bei der zweitägigen Messe in Halle 1 der Messe Freiburg vertreten. Die FWTM rechnet mit 7.500 Besuchern. Führende regionale Bauträger stellen aktuelle Projekte vor, Banken, Dienstleister und Hausverwaltungen ihr Leistungsangebot. Für die Maklerbranche ist die Messe ein Treffpunkt, an dem man auf verkaufswillige Eigentümer hofft.
Einen Radius von rund 50 km um Freiburg bilde die Immo ab. Damit liegen Orte wie Schallstadt, Bad Krozingen, Müllheim im Einzugsgebiet. Und nicht wenige fürchten, dass in Müllheim/Neuenburg sich die Nachfragewelle aus Freiburg mit jener aus Lörrach treffen wird. Der Immobilienmarkt zwischen Freiburg und Lörrach ist daher entsprechend angespannt. Das sieht auch Michaela Lehmann vom Markgräfler Immobilien-Büro Ponkratz & Lehmann OHG in Müllheim so: „Aufgrund der niedrigen Zinsen überlegen so manche Mieter, ein Objekt zu kaufen. Die instabile Lage auf dem Aktienmarkt lässt auch die Zahl der Kapitalanleger wachsen. Zu bemerken ist eine erhöhte Anfrage aus der Schweiz bzw. von Pendlern. Die Folge ist ein Käuferüberschuss, der die Preise steigen lässt. Besonders attraktiv sind Bestandsimmobilien, die den energetischen Vorgaben der EnEV entsprechen. Die Preise für Neubauten sind aufgrund der energetischen Vorschriften und der enormen Baukosten ebenfalls nach oben gegangen. Nach wie vor ist der Makler die gefragte Person, wenn es um die Vermittlung von Immobilien geht, denn nicht nur die Immobilienpreise sind gestiegen, auch die Anforderungen hinsichtlich der Vermarktung benötigen Wissen und Fachkenntnis.“

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