Markgräfler Bürgerblatt

Im Ort „geht“ eine ganze Menge

Ein launiger Jahresrückblick und Vorausblick auf 2018 ihres Bürgermeisters Johannes Ackermann brachte die vielen Bürger in der Winzerhalle Seefelden immer wieder zum Lachen. Foto: hz

Neujahrsempfang Buggingen

Buggingen. Die vielen, vielen Bürger in der Winzerhalle Seefelden hatten eine Menge zu lachen: „Ihr“ Bürgermeister Johannes Ackermann garnierte den Rückblick auf 2017 und die vergangenen zehn Jahre sowie die Vorausschau auf die nächsten Jahre mit vielen witzigen Einwürfen und Beobachtungen. Deshalb kamen sonst eher nüchterne Grafiken und Statistiken diesmal gar nicht trocken, sondern sehr unterhaltend daher. Zudem konnte der Rathauschef „beste Aussichten für eine weitere positive Entwicklung“ verkünden. Dieser Ansicht schlossen sich auch Robert Merle als Seefeldener Ortsvorsteher und Bürgermeisterstellvertreter Reinhold Waldmann in ihren Ansprachen an.

Johannes Ackermann beim Neujahrsempfang in der Winzerhalle Seefelden. Foto: hz

Ackermann hielt sich zudem kurz, denn „ich weiß ja, warum Sie alle hier sind – wegen der Getränke und des Essens“, sagte er augenzwinkernd zu schallendem Gelächter. Den unterhaltsamen Matineetermin gestalteten der Männergesangverein und die Bergmannskapelle musikalisch mit.

Buggingen wächst – die Bevölkerungszahl hat in zehn Jahren um 300 Bürger „zugelegt“. Ein Kind nach dem anderen komme, „was ist da los in Buggingen ?“, fragte Ackermann nicht ganz ernst gemeint. Denn eigentlich hatte die Verwaltung nicht eingeplant, innerhalb von fünf Jahren nach dem Bau des neuen Kindergartens schon 2018/19 den nächsten Kindergarten bauen zu müssen. Das Projekt für altersgerechtes Wohnen schreitet fort, die Ortsverwaltung Seefelden hat eines der schönst-renovierten Rathäuser, der Bauhof wurde gekauft. Die Breitbandversorgung und damit das schnelle Internet für jedes Haus, ist das nächste wichtige Projekt.

Was in anderen Gemeinden rundum gang und gäbe ist, will Ackermann nicht – nämlich die ungebremste Ansiedlung von möglichst vielen Discountern. Buggingen soll eine Gemeinde bleiben, in der man auch wegen des Ortsbildes gerne wohnt und die bei der Versorgung – nicht nur mit Lebensmitteln – auf Qualität setzt. „Wir wollen die vorhandene Grundversorgung und Infrastruktur erhalten und verbessern – dazu gehören neben dem Vollsortimenter Edeka nun Ärzte und Apotheken, das Werben für die Ansiedlung eines Cafés oder einer Drogerie“, überlegte Ackermann. Der Schutz der Umwelt und Natur sei ihm zudem wichtig, dazu können Bürger nun mit dem Aufstellen von Insektenhotels beitragen – Blumen- und Insektenwiesen werden auf öffentlichen Grünflächen angelegt. Bei der Verkehrssicherheit der Bürger tut sich etwas: Am Breitenweg entsteht ein Kreisverkehr. Das Rückgrat der Gemeinde sind für den Bürgermeister die Vereine, die gerade in der Jugendarbeit viel leisten. Ehrenamtlich kümmern sich derzeit mehrere Helfer um die Integration von 40 Flüchtlingen in der Gemeinde.

Den Vereinen kommt nun für Veranstaltungen die neu renovierte Winzerhalle zu Gute – ein neues Bürgerhaus dagegen bleibt erst mal Wunsch, es wäre schlicht zu teuer. Der Parkplatz außerhalb der Winzerhalle aber wird verschönert und bekommt unter anderem Schatten spendende Bäume. (jut)

 

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