Breisach Aktuell

Hohe Schadensanfälligkeit bei Breisachs Rohrleitungen

Umfrageergebnis zu Trinkwasserinstallationen in Breisacher Haushalten ausgewertet

Am 23. September trat der neu gewählte Gemeinderat erstmals im Bürgersaal des Breisacher Rathauses zusammen.

 

Zentral war dabei die Darstellung der Ergebnisse der Frageaktion zur Korrosion in der Trinkwasserhausinstallation. 24 % der insgesamt 2.800 befragten Haushalte hatten auf die Fragenbogenaktion geantwortet. Dabei handelt es sich um ein überdurchschnittlich gutes Rücklaufergebnis. Bei dieser Befragung sollten die Bürgerinnen und Bürger Angaben zu ihrem Objekt, den jeweiligen Installationen und eventuellen Schäden machen. Dabei stellte sich heraus, dass 48 % der teilnehmenden Haushalte in den vergangenen Jahren mindestens einen Schaden an ihren Installationen zu verzeichnen hatten. Dabei konnten die meisten Schäden bei Anlagen aus verzinktem Stahl festgestellt werden. Bei den Schadensarten dominierte der Lochfrass bei den metallischen Leitungen, bei den Kunststoffleitungen Schäden an den metallischen Verbindungen bzw. Armaturen. Insgesamt hat die Untersuchung ergeben, dass die Hausinstallationen in Breisach lediglich eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren aufweisen. Es sei davon auszugehen, dass sich dieser Zustand durch neutrales Wasser nur in Bezug auf Schäden durch Rostwasser verbessern kann, nicht aber in Bezug auf den Lochfrass, bei dem lediglich eine Verlangsamung eintreten könne, so Klaus Rhode von der bnNETZE GmbH. Für die Bürger sei daher insbesondere bei Renovierungen und Neubauten wichtig, auf die Verwendung von Material zu achten, welches weniger korrosionsanfällig auf Chlorid reagiert. Lothar Neumann von der Bürgerinitiative für eine verträgliche Retention berichtete über den aktuellen Sachstand und insbesondere die angestrebte „ökologische Schlutenlösung Plus“ für den Rückhalteraum Breisach-Burkheim. Hierbei sollen die noch vorhandenen Schluten und Rheinarme in diesem Bereich wieder angeschlossen werden. Eine endgültige Entscheidung wird erst nach der anstehenden Umweltverträglichkeitsstudie über die verschiedenen Lösungsansätze fallen. Der Gemeinderat hat darüber hinaus eine neue Benutzungsordnung für das zusätzliche Betreuungsangebot zum Gesamtschulbetrieb beschlossen. Es wird nun eine Betreuungsmöglichkeit von 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr für Kinder der Klassen 1 bis 4 für 15 Euro angeboten, sowie eine zusätzliche Betreuung am Freitagnachmittag von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr für eine Gebühr in Höhe von 30 Euro. Am Ende der Sitzung gab Bürgermeister Oliver Rein bekannt, dass die Bauarbeiten an der Rheinbrücke erst Ende November fertiggestellt werden können. Bis dahin wird zunächst eine einseitige Sperrung links und ab dem 20.10.2014 eine einseitige Sperrung der rechten Seite durch eine Ampelregelung erfolgen.

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