Markgräfler Bürgerblatt

Historische Gebäude in Heitersheim – dem Schulhaus droht die Abrissbirne

In diesem Ensemble könnte das Schulhaus von 1783 demnächst platt gemacht werden. Foto: Amann

Heitersheim. Wird in Heitersheim das historische Schulhaus von 1783 demnächst zugunsten von Wohnraum „platt gemacht“ ? Es scheint so, denn Bürgermeister Martin Löffler und seine Verwaltung haben mit dem Segen des Gemeinderates die Einnahmen in Höhe von 429.000 Euro für den Grundstücksverkauf und die Abbruchskosten von 85.000 Euro bereits in den verabschiedeten Haushaltsplan 2017 eingestellt.

 
Dieses Projekt hat zur Voraussetzung, dass die Denkmalschutzbehörde dem Gebäude „den Segen verweigert“ und der Abrissbirne „freien Flug“ gestatten. Doch leise beginnt es in der Bevölkerung in dieser Sache offenbar zu grummeln. In eine öffentliche Diskussion um die weitere Zukunft des Schulhauses hatte man die Heitersheimer nämlich nicht eingebunden. „Am dringensten bräuchte die Stadt Wohnraum“ zitiert die Badische Zeitung den Bürgermeister. War zu lesen: „Martin Löffler stellt (….) klar, die Stadt hat keine Verwendung für das Gebäude. Die einzige Verwendung hätte die Nutzung als Wohnraum für Flüchtlinge sein können und dabei gebe es absehbar keinen Bedarf.“

 
Zu den Kritikern des Projektes gehört Alt-Bürgermeister Jürgen Ehret, der in einem Gespräch mit dem Markgräfler Bürgerblatt auf  das historische Gebäudeensemble verweist, bestehend aus den beiden Schulhäusern aus den Jahren 1783 und 1914 und der benachbarten Stadtkirche. Er wünscht sich dringlich ein neues Nachdenken über eine Alternative zur drohenden Abrissbirne. (KA)

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