Markgräfler Bürgerblatt

Heitzmann will bauen – und darf nicht

Bad Krozingen. Eigentlich könnte es sofort losgehen: die Großbäckerei Heizmann in Biengen möchte gerne seinen Standort an der Elsässer Straße mit einem Bürotrakt, einer Lagerhalle und einem Bäckerei-Café erweitern, eine Investition von fünf bis sechs Mio. Euro, die auch einige Arbeitsplätze schaffen würde. Problem: seit einem Jahr gibt es neue Hochwassergefahrenkarten und laut einer solchen läge der Neubau in einem Hochwasserüberschwemmungsgebiet. Zwar würde laut Statistk dies nur einmal in 100 Jahren passieren, aber Gemeinden dürfen in solchen Arealen keine Baugenehmigung erteilen. Ausnahmen sind möglich, allerdings müssen Ausgleichsmaßnahmen  eingeleitet werden, zum Beispiel durch eine Mulde auf dem Grundstück. Bad Krozingens Bürgermeister Volker Kieber, der verständlicherweise Heitzmann nicht als Gewerbesteuerzahler verlieren will, hat sich in der Angelegenheit bereits an Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer gewendet. Die sieht die Hochwassersituation in der fraglichen Zone „recht entspannt“ – allerdings müssten Dämme bis 2018 ertüchtig und erhöht werden; an den Kosten müsste sich die Stadt dann beteiligen. Da Heitzmann mit derzeit 950 Mitarbeitern nach dem Universitätsherzzentrum Bad Krozingens zweitgrößter Arbeitgeber ist, sucht das Rathaus nach Ausgleichsflächen, denn Heitzmann will mit der Erweiterung nicht mehr so lange warten und hat sich bereits an anderen Standorten nach möglichen Alternativflächen umgesehen

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