Markgräfler Bürgerblatt

Heimatkunde vom Feinsten

Altbürgermeister Jürgen Ehret referierte über Heitersheimer Schulbau-Geschichte. Foto: Amann

Altbürgermeister Ehret über Heitersheimer Schulbau-Geschichte:

Heitersheim. Die Regularien der Jahreshauptversammlung der rund 230 Mitglieder starken Historischen Gesellschaft der Malteserstadt Heitersheim in der Obhut der Vorstandschaft Dr. Josef Rupp, Peter Kaltenbach und Ruth Edelmayer wurden zügig aufgearbeitet. Im Verlauf seines Jahresrückblick erinnerte der Vorsitzende Dr. Rupp unter anderem an den gleichermaßen hoch interessanten wie vergnüglichen Vereinsausflug auf die Malteserinsel Rhodos.

Im Mittelpunkt des Abends im Römermuseum Villa Urbana stand der Vortrag von Alt-Bürgermeister Jürgen Ehret über die Heitersheimer Schulbau-Geschichte – eine Powerpoint-Präsentation des Prädikats „Heimatkunde vom feinsten“. Hier wurde wieder einmal deutlich, wie schade es ist, das das einstmals bodenständige, allgemeinbildende Schulfach „Heimatkunde“ vom Zeitgeist um 1970 gekänzelte worden ist: Der Vortrag von Jürgen Ehret gehörte aus vielerlei Gründen in die Heitersheimer Klassenzimmer hinein.

Der aktuelle kommunalpolitische Zwist um Erhalt oder Abbruch des „1898er“-Schulhauses war zwar nicht Thema an diesem Abend, aber natürlich „schwebte“ der Konflikt im Zusammenhang mit der denkmalschutzrechtlichen Bewertung über den Köpfen der Zuhörerschaft. Die historischen Schulhäuser von Heitersheim in nächster Nähe zur Katholischen Kirche waren Mittelpunkte des schulischen und gesellschaftlichen Lebens der Malteserstadt und sie sind stadtwichtige Denkmäler einer bemerkenswerten Planungs- und Baugeschichte. Überraschendes Detail im Zusammenhang mit dem Lutherjahr: Die evangelische Kirchengemeinde soll nach dem Zweiten Weltkrieg im „1898er“-Schulhaus ein erstes Dach über dem Kopf gefunden haben. (KA)

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