Markgräfler Bürgerblatt

Hauptangeklagter will Schweigen brechen

Freiburg. Im Prozess um den brutalen Mord an einem 21 Jahre alten Mann in der Nacht zum 29. Dezember 2014 hat der Hauptangeklagte Ali N. (23, Name geändert) seine Prozessstrategie geändert: Ihr Mandant wolle „zur Wahrheitsfindung beitragen“, so Verteidigerin Sylvia Langenhahn. Bereits im Dezember hat der Angeklagte der Polizei ein Jahr nach der Tat verraten, wo die Schusswaffe versteckt war, mit der auf das Opfer Radu O. (21, Name geändert) geschossen und eingeprügelt wurde. Es zeichnet sich ab, dass N. mit seinen angekündigten Aussagen den zweiten Angeklagten Markus A. (21, Name geändert) schwer belasten wird: Roland Beckert, Verteidiger von Markus A., rechnet damit, dass N. seinen Mandanten als Haupttäter beschuldigen will. Bisher hatte A. lediglich seine Anwesenheit bei der Tat eingeräumt und nach dem Mord die Polizei als angeblicher Zeuge alarmiert. Der Prozess, der bereits vor Weihnachten wegen eines Formfehlers verschoben werden musste, kommt nur stockend in Gang: Verteidigerin Langenhahn beantragte erfolglos eine Aussetzung des Verfahrens, da neue Beweismittel wie die gefundene Waffe aufgetaucht seien. Außerdem hätten die Ermittler erst jetzt eine Kugel in der Mütze des Mordopfers gefunden.

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …