Markgräfler Bürgerblatt

Hansjörg Mair neuer Chef-Touristiker

Freundet sich schon mit dem Badischen Wein an: der neue Schwarzwald- Chef-Touristiker Hansjörg Mair. Foto: privat

Schwarzwald Tourismus GmbH (STG)

Freiburg. Er ist der neue Touristikmanager im Schwarzwald: Hansjörg Mair (49) aus Brixen in Südtirol leitet seit diesem Monat die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) in Freiburg. Zuletzt hat er 16 Jahre lang den Tourismusverband für das südliche Südtirol geführt, das Geschäft in Freiburg ist also kein Neuland für ihn: „Tourismus wurde mir quasi in die Wiege gelegt“, sagt Mair. Beide Eltern waren in der Branche tätig. Die Entscheidung für eine Karriere im Tourismus habe er „keine Sekunde bereut.“

Den Schwarzwald kennt Mait schon eine Weile: Als Mitorganisator einer Oldtimertour begleitete er im Jahr 2000 die Südtiroler Weinkönigin durch die Weinanbaugebiete zwischen Südtirol und der Pfalz. So kam er auch nach Baden. „Damals haben wir auch am Schluchsee übernachtet.“ Die Eindrücke dort wirkten nach: „Ich bin noch heute begeistert von der wunderbaren Landschaft und der Herzlichkeit der Schwarzwälder.“ Dazu kommt aber auch, dass Hansjörg Mair seit gut zwölf Jahren mit einer Schwarzwälderin liiert ist. „Es war also naheliegend, sich in diese attraktive Region zu bewerben.“

Den Schwarzwald assoziiert Mair zunächst einmal vor allem mit der Gastronomie: „Selbst viele Dorfgasthöfe bieten eine exzellente Küche. Aber besonders beeindruckend ist, wie viele international ausgezeichnete Köche in dieser Region wirken.“ Ein ganz besonderer Star der Ferienregion sei aber auch „die ungemein vielfältige Landschaft mit Wein, Obst, Gemüse, Biere, Wasser und Wässerli“ und all ihr anderen regionalen Produkten.

Im Schwarzwaldtourismus sei in der Vergangenheit „eine gute Basis“ geschaffen worden. „Jetzt muss es vorrangig darum gehen, die Qualität des touristischen Angebotes weiter zu steigern und dieses auf die Bedürfnisse der Gäste in einem immer stärker segmentierten Markt auszurichten.“ Eine große Herausforderung sei dabei die Digitalisierung. Denn in den digitalen Welten entscheide sich künftig, wer letztlich am Markt bestehen kann.

Dafür braucht Mair auch die Unterstützung der zahlreichen politischen Akteure im Schwarzwald. Er ist dafür sensibilisiert: Es gelte, die Wertschöpfung aus dem Tourismus für die Wirtschaft und das Lebensgefühl vor Ort noch deutlicher aufzeigen. „Auch wenn jedem das Hemd näher als die Jacke sein mag, gilt nach meiner Überzeugung doch, dass wir über Synergie-Effekte einzigartige Ergebnisse erzielen können, die für sich allein keiner schafft“, ist Mair überzeugt. Die Starken und Schnellen sollten dabei die vermeintlich schwächeren Partner mitziehen. Sog sei besser als Druck, sagt Mair. „Und dafür will ich alle Akteure gewinnen.“ (MBB)

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