Markgräfler Bürgerblatt

Handelsverband Südbaden e.V.: Eigentlich ein gutes Jahr…

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Freiburg. Eigentlich war 2016 kein schlechtes Jahr für den Einzelhandel – eigentlich. Denn in der gesamten Republik legte er um 2,2 Prozent auf 482 Mrd. Euro zu. Baden-Württemberg erreichte nur ein Plus von 1,4 Prozent, Südbaden schnitt ein wenig besser ab mit plus 1,6 Prozent. Der Online-Handel erreichte ein Plus von 11 Prozent oder absolut 44 Mrd. Euro Umsatz.

Bei einer detaillierteren Betrachtung konnte zwar in Südbaden die Region Hochrhein ein Plus von 1,7 Prozent und der südliche Oberrhein gar von 2,7 Prozent erwirtschaften. Während die übrigen südbadischen Regionen zwischen 0,4 und 1,6 Prozent zulegen konnten, fuhr Freiburg dagegen ein Minus von 0,2 Prozent ein. Ursache, so Handelsverbandspräsident Philipp Frese, sei ein gewisser Sättigungseffekt: zwar kauften weiterhin Schweizer aufgrund des starken Franken gern in Deutschland ein, der „Peak“ sei jedoch überschritten.

In Freiburg selbst seien die Probleme hausgemacht: Folge der ständigen Baumaßnahmen und fehlenden Parkraumes: „Wer im Stau steht, kauft nicht ein!“ Man sei, so Hauptgeschäftsführer Olaf Kather, in Freiburg geblendet von den Tourismuszahlen – doch hohe touristische Attraktivität bedeute nicht, dass man zum Shoppen komme. Zur Kompensation der Ausfälle fordert der Verband erneut einen oder mehrere verkaufsoffene Sonntage wie sie in den Umlandgemeinden wie Staufen, Bad Krozingen, Müllheim, Neuenburg oder Bad Bellingen üblich seien.

Insgesamt sieht der südbadische Einzelhandel aber durchausoptimistisch in die Zukunft: 61 Prozent der Befragten will 2017 genauso viel investieren wie in 2016, knapp 25 Prozent sogar mehr. Oben auf der Liste Ausgaben für Marketing sowie Aus- und Weiterbildung. (paw)

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