Breisach Aktuell

Grundstückspreisentwicklung: Tendenz steigend!

Die Sparkassen Freiburg-Nördlicher Breisgau mit ihrer Sparkassen-Immobilien-Gesellschaft, die Hochschwarzwald und Staufen Breisach legten dieser Tage einen Grundstücksspiegel vor der unter dem trockenen Fazit stand: „Die Baulandpreise steigen weiter!“

Sparkassen Freiburg-Nördlicher Breisga

Bereits zum siebten Mal präsentierten die Sparkassen, einmalig in Deutschland, eine Analyse der Grundstückssituation vom Schwarzwald bis zum Rhein. Alle wichtigen Städte und Gemeinden sind mit ihren Bodenpreisen in der Broschüre „Auf gutem Grund“ erfasst. Für die dort aufgeführten Standorte sind die Preise in Bandbreiten angegeben um die unterschiedlichen Lagequalitäten abzubilden; Quelle waren die Erhebungen der Gutachterausschüsse und eigene Aufzeichnungen. Die Preise beziehen sich auf „privates Bauen“. Grundstücke, die zwar der Wohnbebauung dienen, aber für eine Bauträgermaßnahme geeignet sind, liegen im Schnitt etwa um 40 Prozent höher.

Freiburg schießt den Vogel mit zum Beispiel 10.000 Euro/m² für die mittlere Kaiser-Joseph-Straße (Bertoldsbrunnen) ab. 2014 wurden für diese Lage noch 6.500 Euro/m² aufgerufen! Freiburg dominiert den Markt und weist Preisdifferenzen bis zum 15-fachen Wert zwischen Buchenbach-Falkensteig (ca. 65 Euro/m²) und Freiburg-Herdern mit über 1.000 Euro/m² auf. Im Vergleich zur Erhebung 2015 hat sich der durchschnittliche Verkaufspreis in Freiburg um über 40 Prozent erhöht. Im Schnitt kostet ein Bauplatz hier etwa 611 Euro/m², vor zwei Jahren noch 424 Euro/m².

Keinerlei Entspannung in Sicht!

Erstaunlich, dass die Umsätze trotz sinkender Fallzahlen – 2010 wurden noch 84, 2017 in Freiburg nur noch 37 verkauft – und kleineren Grundstücken deutlich gestiegen seien, Auswirkungen des schwachen Angebotes.

Im Nördlichen Breisgau gibt es ein Preisgefälle zwischen Freiburgnahen Standorten wie Denzlingen mit bis zu 600 Euro/m² und den Gemeinden im Nördlichen Kaiserstuhl und an der Grenze zur Ortenau mit ca.170 Euro/m². Die Grundstückspreise würden, so die Untersuchung, nicht nur von der großen Nachfrage und dem geringen Angebot bestimmt, sondern auch von der Infrastruktur, also Anbindung an S-Bahn, ÖPNV, Autobahn bzw. Kitas, Schulen, Lebensmittelmärkte, Ärzte.

Dies zeigt sich südlich von Freiburg mit den Mittelzentren Breisach, Bad Krozingen und Staufen. Zwar lassen sich noch verhältnismäßig günstige Grundstücke in abgelegenen Regionen des Kaiserstuhls erwerben, bei denen nur zwischen 40,- und 150 Euro/m² ( Sasbach-Jechtingen) oder 90,- bis 125 Euro/m² (Vogtsburg-Bickensohl) pro Quadratmeter zu bezahlen sind. 200 Euro/m² werden in Gemeinden mit guter Nahversorgung und Anbindung an den ÖPNV wie in Schallstadt, Sulzburg oder Pfaffenweiler gefordert. Spitzenpreise erzielen die Städte, wobei Bad Krozingen mit bis zu 500 Euro/m² vorne liegt, gefolgt von Breisach (490 Euro/m²) und Staufen (480 Euro/m²). Gegenüber 2015 bedeutet dies eine Steigerung um bis zu 20 Prozent wie in Bad Krozingen. Außerhalb der Städte gab es Steigerungen im Bereich von nur rund fünf Prozent.

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