Markgräfler Bürgerblatt

Gewerbeverein Staufen – Uneinigkeit über feste Lieferzeiten

Intensive Diskussion bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Gewerbevereins Staufen zum Thema „Lieferzeiten. Foto: Willaredt

Staufen. Schwerpunkt der jüngsten Mitgliederversammlung des Gewerbevereins Staufen war eine intensive Diskussion über die Frage der Lieferzeiten, mit deren Hilfe man die Kernstadt autofrei bekommen will.
Staufens historische Altstadt lädt zum Flanieren ein und dies umso mehr, je weniger Fahrzeuge hier herumfahren. Daher hat der Gewerbeverein sich im Frühjahr zur Einführung fester Lieferzeiten entschlossen. Mehrheitlich – so sah es damals aus. “ Autos müssen raus“, lautete stets das Credo des Gewerbevereinsvorsitzender Helmut Zimmermann, mit Limitierung der Lieferverkehrszeiten von 6 bis 11 und von 18 bis 21 Uhr glaubte er dies erreichen zu können. Alle des weiteren zuständigen Gremien befürworteten diesen Plan: Gemeinderat, Regierungspräsidium, Bürgerwerkstatt Einzelhandel und die Gutachter, die die Fußgängerzone im Rahmen des neuen Verkehrskonzeptes unter die Lupe nahmen.
Doch nun gibt es Widerstand: Nicht alle der 163 Mitglieder finden diese Lösung gut. Sie fühlen sich übergangen, wollen nicht gefragt worden sein, bezweifeln die Richtigkeit des Beschlusses vom Frühjahr, weil aus ihrer Sicht eine Vereinsmehrheit gegen die Lieferzeitbegrenzung sei. Der Grund: der „Lieferzeitkorridor“ sei zu eng, viele Lieferanten, darunter Post und DHL, könnten eine Zustellung innerhalb der festgesetzten Zeiten nicht abwickeln.
Der bei der Sitzung anwesende Bürgermeister, Michael Benitz, appellierte an die Anwesenden, doch erst einmal Erfahrungen zu sammeln und später, anhand von festen Daten die Angelegenheit noch einmal zu diskutieren.
Neben der Lieferzeitproblematik gab es aber noch weitere Punkte, die angesprochen wurden. So fällt die für 2016 geplante Gewerbeschau mangels Interesses aus, die Staufen-App ist für den Stadtmarketingpreis nominiert, der Oldtimersonntag verzeichnete in diesem Jahr 200 Anmeldungen weniger. Gut besucht war hingegen der Grabentag gewesen und bezüglich der vorweihnachtlichen Altgeldaktion verständigten sich die Vereinsmitglieder auf den 5. November.

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