Markgräfler Bürgerblatt

Geschichte bis zu den Kelten

Eine alte Streuobstwiese wird zu neuem Leben erweckt. Foto: © Reiner W. Schlebach

Mengen/Norsingen. Der „Brunnengraben“ zieht sich von Norsingen (Gemeinde Ehrenkirchen) nach Mengen (Gemeinde Schallstadt) nicht nur durch eine kulturgeschichtlich hochinteressante Landschaft – durch Ausgrabungsfunde nachgewiesen siedelten ab dem 7./6. Jahrhundert vor Christus unter anderem die Kelten in dieser Raumschaft – auch Fauna und Flora sind (wieder) sehenswert und lehrreich.

Große Schautafeln entlang des Biotop-Lehrpfades erklären die Geschichte, gehen kurz aber prägnant auf die vorzufindende Tier- und Pflanzenwelt ein. Der Natur-Lehrpfad geht auf die Initiative des „Arbeitskreis Brunnengraben“ zurück, der sich die Aufgabe gestellt hat, heimischen Tieren wieder einen Lebensraum zu bieten, ebenso heimisches Gehölz – alte Obstsorten wie auch Buschwerk – neu anzupflanzen.

Mit Beginn 2021 konnte der Arbeitskreis eine, vom Ortsausgang Mengen kommend, direkt am Graben liegende alte Streuobstwiese pachten. Anfang April wurden zwischen dem älteren Baumbestand junge Obstbäume sowie heimische Sträucher wie das Pfaffenhütchen, der Faulbaum, der gemeine und wollige Schneeball etc. gepflanzt, ebenso Heckenrosen. Neben den aufgehängten Nistkästen und -höhlen geben sie dem Feldsperling, der Kohl- und Blaumeise, dem Steinkauz, Insekten aller Art etc. neuen Lebensraum und Nahrung.

Der Arbeitskreis „Brunnengraben“ hat sich zur Aufgabe gemacht, durch Schaffung neuer Lebensräume zum Schutz und Erhalt der Umwelt beizutragen, aber auch die Bedeutung der biologischen Vielfalt als allgemeine Lebensgrundlage einer breiten Öffentlichkeit – Kindern, Schülern und Erwachsenen – näher zu bringen, zu verdeutlichen. (rs)

Info: www.brunnengraben-mengen.de

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte dich auch interessieren …