Breisach Aktuell

Gemeinsam sind wir stark

Vogtsburg

Die Vogtsburger Feuerwehrabteilungen aus Oberrotweil, Bickensohl und Achkarren übten gemeinsamen im Gewerbegebiet Achkarren, wo man von einem Brand im hinteren Teil eines Produktionsbetriebes ausging.

Angefordert wurde die Breisacher Feuerwehr mit ihrer Drehleiter und einem Löschfahrzeug. Der Sinn und Zweck der Übung war an diesem großen Fertigungsgebäude der Firma Sweetware die Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungswehren zu vervollkommnenden. Bei der Firma die in zwei Schichten arbeitet, sind in der Spätschicht in der Produktion zwischen drei bis fünf Personen tätig, sagte der Geschäftsführer Kiss. Die Abteilungswehr Achkarren war in kürzester Zeit mit ihrem Löschfahrzeug vor Ort, während eine Atemschutztruppe die Räumen im Obergeschoss nach den vermissten Personen durchsuchten, begann ein Löschtrupp, mit den inzwischen eingetroffenen Feuerwehrkameraden, im hinteren Gebäudeteil das Feuer zu löschen. Die inzwischen eingetroffene Überlandwehr aus Breisach verhinderte, von ihrer Drehleiteraus, das Übergreifen des Feuers auf das Verwaltungsgebäude im mittleren Gebäudeteil. Der Einsatzleitung kam zugute, dass sie von jeder Etage des Gebäudes einen Feuerwehrplan vorliegen hatte. Im Einsatz waren 50 Feuerwehrleute davon 12 Atemschutzträger, um den Brand zu bekämpfen wurden 800 Meter Schlauchleitungen verlegt. Drei Atemschutztrupps aus Achkarren und Oberrotweil durchsuchten die verschiedenen Räumlichkeiten im Obergeschoss des Gebäudes um die 4 vermissten Personen zu retten. Das Gebäude wurde während den Löscharbeiten mit zwei Lüftern belüftet. Im Laufe der Übung zeigte es sich, dass die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Wassernetzes im Gewerbegebiet zur Brandbekämpfung für mehrere Feuerwehrabteilungen unzureichend ist. Gerade für die Abteilungswehr aus Achkarren reichte die vorhandene Wasserkapazität aus dem Leitungsnetz. Die vorhandenen Tiefbrunnen 1 und 2 hätten zwar genügend Wasser, jedoch seien sie sehr Personen- und arbeitsaufwendig und erfordern lange Schlauchleitungen um das Wasser an den Brandherd zu bringen. Eine Herausforderung für die Maschinisten sei das Ansaugen des Wassers aus dem Tiefbrunnen und das Weiterleiten auf weiteren Wegstrecken, von Löschfahrzeug zu Löschfahrzeug ohne Sicht gewesen, „wir konnten nur per Funk koordinieren“, sagte Harald Vögtle. Für die Zukunft wolle man auf Grund dieser Übung ein Grundkonzept entwickeln, das man für jeden Betrieb anwenden kann, erwähnte Zugführer Michael Sacherer bei der Manöverkritik. Die vorhandene Alarm- und Ausrückeordnung für das Gewerbegebiet, wolle man so verändern, dass automatisch die Breisacher Feuerwehr mit ihrer Drehleiter und einem Löschfahrzeug alarmiert werde, denn grundsätzlich sei neben den Löschfahrzeugen auch der Einsatz einer Drehleiter im Gewerbegebiet von Nöten. Wichtig sei es Bereitstellungsräume für die Löschfahrzeuge zu schaffen, von wo aus sie gezielt eingesetzt werden, sagte der Einsatzleiter Vögtle. Der stellvertretender Kreisbrandmeister Jörg Weber aus Breisach zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Übung, auch Gesamt- Kommandant Harald Vögtle lobte die vorbildliche gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen die sich an der Übung beteiligten.

 

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