Markgräfler Bürgerblatt

Gefahren beim Schwimmen – Baderegeln retten Leben!

Abkühlung durch Schwimmen: Wundervoll an heißen Tagen – aber auch nicht ungefährlich. Foto: DLRG

Müllheim. Praktisch jeder lechzt in diesen heißen Tagen nach Abkühlung. Schwimmbad, Baggerseen, Flüsse, das Meer oder auch der eigene Pool – ein kühles Bad ist jetzt richtig. Doch hier lauern Gefahren, weshalb man sich an ein paar einfache Baderegeln halten sollte.
392 Menschen ertranken 2014 in Deutschland. Die meisten Todesfälle gab es laut DLRG in Bayern (79), gefolgt von Badem-Württemberg (52). Gefährlichste Gewässer waren See oder Teich (137), Fluss (134) sowie Meer (34) – vor allem im Monat Juli.
Wer Regeln beachtet, senkt das Risiko. So sollte, wer überhitzt am Wasser ankommt, sich erst einmal ausruhen und duschen, bevor es – langsam! – in die Fluten geht. Man sollte nicht mit vollem oder mit leerem Magen ins Wasser gehen und die eigenen Kräfte nicht überschätzen: kaum jemand ahnt, dass Schwimmen im kalten Wasser mehr Energie verbraucht als Schwimmen im warmen Wasser!
Bekommt man einen Krampf in Fuß, Bein oder Hand, dann in Rückenlage drehen, Ruhe bewahren; fühlt man, dass das Schwimmen immer schwerer fällt: um Hilfe rufen! Im Schwimmbad, aber auch an vielen Badeseen sind erfahrene Retter des DLRG stationiert, die schnell zu Hilfe kommen. Unbewachte Badestellen bergen deshalb ein erhöhtes Unfall-Risiko: „Die Gefahr, dort zu ertrinken, ist um ein Vielfaches höher als an von Rettungsschwimmern bewachten Badestellen“, sagt Ludger Schulte-Hülsmann von der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG).
Wer nicht so gut schwimmt, sollte nicht in unbekannten Gewässern hinausschwimmen, ebenso wenig sollte man in solche Gewässer blindlings hineinspringen. Leichtsinn ist es, wenn Kinder, die nicht schwimmen können, am und im Wasser keine Schwimmflügel tragen. Und: Kinder am Wasser nie aus den Augen! Bei kleinen Kindern sei es oft „die mangelhafte Wahrnehmung der Aufsichtspflicht der Eltern“, die schuld ist an einem Unglück. 80 Prozent der tödlichen Unfälle im Wasser seien vermeidbar gewesen, so die DLRG.
Bei Gewitter sofort das Wasser verlassen, nie die Strömungeng im Meer oder Freiland-Gewässern unterschätzen. Gerät man in eine starke Strömung, Ruhe bewahren und seitlich mit der Strömung und damit aus ihr heraus schwimmen. In Flüssen sorgen überraschende Untiefen und Brückenpfeiler, die die Strömung verändern und dadurch Sogwirkungen auslösen können, für Gefahr.

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