Breisach Aktuell

Gedenken der Opfer der Corona-Pandemie

Das Läuten der Christus Glocke mahnt

Breisach. Am Sonntag, 18. April, fand auf dem Münsterplatz in Breisach um 12.15 Uhr eine kleine Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen und Opfer der Corona-Pandemie statt. Über ganz Breisach läutete für alle Bürger Breisachs die Christus Glocke des Breisacher St. Stephansmünster.

Bürgermeister Oliver Rein begrüßte die Anwesenden im Namen der Stadt Breisach. Als Vertreter der beiden großen christlichen Gemeinden nahmen Pfarrer Werner Bauer und Pfarrerin Britta Hannemann teil. In Fürbitten gedachten sie der Todesopfer und ihrer Angehörigen.

Bürgermeister Rein betonte ausdrücklich, dass sich die Stadt Breisach gerne an der bundesweit stattfindenden Aktion beteiligt. Alle Fahnen waren auf Halbmast geflaggt. Als Erinnerung wurde ein Gedenkstein am Fuß der alten Linde eingeweiht. Die Inschrift lautet: „Im Gedenken an die Verstorbenen und Opfer der Corona-Pandemie“.

Der erste Breisacher Corona-Tote war ein städtischer Mitarbeiter. Sehr schnell wurde vielen bewusst was Corona anrichten kann. Die Gedenkstunde sollte auch Anlass sein, all jenen Menschen zu danken, die täglich und mit vollem Einsatz ihr Bestes geben. Zeigen wir uns solidarisch, indem wir auf manches verzichten und damit uns und andere schützen. Nur gemeinsam können wir die Pandemie bekämpfen!

Still denken wir an die Opfer der Pandemie. An das Leid der Familien. An alle „genesenen“ Corona-Patienten, die immer noch an den Spätfolgen leiden und an die Menschen, deren Lebenswerk durch die Pandemie zerstört wurde. Die sorgenvoll in die Zukunft blicken und sich fragen, wie es finanziell weitergehen soll.

Richten wir den Blick darauf, was einem nach der Pandemie wichtig ist. Die kleinen Dinge wertschätzen. Miteinander solidarisch sein. Streiten um den besten Weg, jedoch mit dem festen Willen, gemeinsam in einer Demokratie zu leben. Bürgermeister Oliver Rein ist sehr zufrieden mit dem Verhalten seiner Bürger und hofft, dass Ende des Jahres die ersten Zeichen gesetzt werden können.

Die beiden großen christlichen Kirchen nahmen diesen Gedenktag zum Anlass, allen Opfern der Pandemie weltweit zu gedenken, an all die Angehörigen, die in dieser schwierigen Zeit ihre Kranken nicht besuchen und die einsam Sterbenden nicht begleiten durften. Ein ganz besonderer Dank gilt allen, die sich bis an die Grenze des Zumutbaren, um die Kranken und Opfer gekümmert haben. (HL)

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