Breisach Aktuell

Für den heimischen Mittelstand

Bild v. l.: Vorstand Ulrich Wild, die wiedergewählten Aufsichtsräte Bernd Göring, Volker Weisenhorn und Heribert Fessinger sowie Vorstand Michael Hettich.

Ein gutes Jahr 2014 für die Raiffeisenbank Kaiserstuhl

Im Winzersaal der WG Achkarren fand die Generalversammlung der Raiffeisenbank Kaiserstuhl statt.

Aufsichtsratsvorsitzender Volker Weisenhorn begrüßte die anwesenden Mitglieder und Gäste. Bevor er jedoch an Ulrich Wild und Michael Hettich zur Berichterstattung abgab, bedankte er sich bei dem anwesenden Rainer Richter, der noch als Vorstandssprecher bis Ende 2014 verantwortlich zeichnete, für die problemlose Einarbeitung und Übergabe an den neuen Vorstand Ulrich Wild. Er erläuterte in seinem Bericht die wirtschaftlichen Umfelder sowie die Entwicklung der Raiffeisenbank im Speziellen. Wild bestätigt in seinem Bericht den Kunden und Mitgliedern, dass das Genossenschaftsmodell mit bundesweit über 18 Millionen Genossen mehr denn je auch in Zukunft Erfolg haben wird. Die Raiffeisenbank Kaiserstuhl hat über 2378 Anteilseigner. Viele Mitglieder sind begeistert, dieser Solidargemeinschaft vor Ort anzugehören. Die Bank gehört also den Mitgliedern und das schafft Vertrauen. Was das Geschäftsmodell bei der täglichen Arbeit belastet, ist die Regulatorik. Eine bodenständige Bank darf nicht darunter leiden. Denn Wild rief den alten Slogan der Volksbanken wieder in Erinnerung: Wir bieten mehr als Geld und Zinsen, was heute aber sicher eine ganz neue Bedeutung hat. Neben der Finanzierung des Mittelstandes sind nach wie vor Kredite im Immobilienbereich stark nachgefragt. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Niedrigzinsphase ist bekanntermaßen eine Medaille mit zwei Seiten. Für Investoren gut, für Sparer eher nicht. Denn wenn sich vor einigen Jahren noch Sparvermögen innerhalb 12 Jahren verdoppelte, benötigt man heute 100 Jahre und mehr. Die Zinsmarge steht unter Druck. Negativzinsen sind zwar noch kein Thema, die Bank wird aber nicht umhin kommen, die Preise für Kontomodelle entsprechend moderat anzupassen. Am Ende seiner Ausführungen dankte Wild nochmal allen Mitarbeitern, den Mitgliedern und allen Kollegen im Vorstand und Aufsichtsrat. Im Anschluss berichtete Vorstand Michael Hettich dann zuerst über die Entwicklung des Raiffeisenmarktes im Jahr 2014. Der Jahresumsatz lag etwas über dem Vorjahr bei 3,311 Mio. Euro und somit erwirtschaftet der Markt nach wie vor einen erfreulichen Deckungsbeitrag und trägt positiv zur Gesamtentwicklung bei. „Es ist wieder „in“, im Raiffeisenmarkt einzukaufen“ bezeichnete Hettich einen positiven Trend gerade bei jüngeren Mitgliedern. Die vom Markt angebotene Podiumsdiskussion in Bischoffingen zum Thema „Kirschessigfliege“ lockte rund 600 Winzerinnen und Winzer an. Hettich ging dann auf die Entwicklungen der Bank ein. Das Kundenkreditvolumen liegt mit einem Plus von 5,8 Prozent im Trend der Vorjahre. Das Bilanzielle Eigenkapital wurde erneut gestärkt. Die Ertragslage in 2014 lag über den Planwerten. Das Kreditwachstum und die vorteilhafte Zinsstrukturkurve führten zu einem Zinsüberschuss von 3,788 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss konnte aber nicht ganz erreicht werden und sank gegenüber dem Vorjahr auf 800.000 Euro. Die Personalaufwendungen stiegen auf 2,223 Mio. Euro. Nach Bildung von Rücklagen und Abzug der Steuern liegt der Bilanzgewinn in Höhe von 125.000 Euro leicht über dem Vorjahr. Dies Ergebnis ermöglicht es der Bank neben der Dividendenzahlung eine Stärkung des Eigenkapitals und damit einen weiteren Schritt hin zur Zukunftssicherung nach den neuen Eigenkapitalrichtlinien. Die Raiffeisenbank Kaiserstuhl wird weiter wachsen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Volker Weisenhorn hat nach seinem Bericht die Ergebnisverwendung vorgestellt. Der Jahresüberschuss in Höhe von rund 342 TEUR wird nach Zuführung in die Rücklagen in Höhe von 217 TEUR, gesetzliche Rücklagen von weiteren 68 TEUR zur Dividendenausschüttung in Höhe von 5,75 % von rund 57 TEUR wie im Vorjahr verwendet. Die Entlastungen des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden von Ortsvorsteher Michael Kunzelmann durchgeführt und erfolgten einstimmig. Turnusmäßig wurden nach drei Jahren erneut Bernd Göring, Heribert Fessinger und der Vorsitzende Volker Weisenhorn von der Versammlung in den Aufsichtsrat wiedergewählt. Die Wahl leitete der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeister a.D. Gabriel Schweizer. Im Rahmen der Generalversammlung wurden noch Spenden in Höhe von 10.000 Euro an die örtlichen Tourismus-Vereine zur Anschaffung oder Sanierung von Ruheplätzen und an den Förderverein St. Michael für die Kirchturmsanierung in Niederrotweil überreicht. Im Anschluss wurden alle Anwesenden zum Essen eingeladen, welches die Krone Achkarren Familie Jürgen Schüssler lieferte. Der Abend wurde vom SV Achkarren bewirtet.

 

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