Markgräfler Bürgerblatt

Freiburgs neuer Theaterintendant Peter Carp

Freiburgs neuer Intendant Peter Carp. Foto(s): Salzer-Deckert

Wegen der Menschen ins Theater gehen

Freiburg. Menschen, so der designierte Freiburger Theaterintendant Peter Carp (61), gehen der Menschen wegen ins Theater: Weil sie Geschichten von und über Menschen erleben wollen, weil sie sich mit anderen Menschen darüber austauschen wollen und weil sie eine persönliche Anbindung an „ihr“ Ensemble auf der Theaterbühne entwickeln wollen.

Mit dieser Haltung hat der 1955 in Stuttgart geborene und in Hamburg aufgewachsene Theaterwissenschaftler seit 2008 in Oberhausen in Nordrhein-Westfalen große Erfolge gefeiert. Im Herbst übernimmt Carp das Theater Freiburg. Sein erstes Programm lässt einen internationalen Wind durch das altehrwürdige Haus wehen: Insgesamt stehen 45 Premieren in der ersten Spielzeit Carps in Freiburg auf dem Programm. Viele davon sind Kooperationen mit nationalen und internationalen Partnern, darunter den Ruhrfestspielen Recklinghausen oder der Royal Opera in London.

Überwiegend werden Carp und sein Team bei ihrer Premiere in Freiburg mit neuen Akzenten beim Publikum punkten wollen. So wird es die deutsche Erstaufführung der Wedekind-Adaption „Lulu. Eine Mörderballade“ des Britischen Musikkabaretts „The Tiger Lillies“ zu sehen geben, die Uraufführung des Polit-Thrillers „Crudeland“ des Südafrikaners Mpumelelo Paul Grootboom und ab dem 9. Dezember das Musical „Lovelife“ von Kurt Weill aus dem Jahr 1948, das noch nie auf einer deutschen Bühne aufgeführt worden ist. Ab dem 20. Oktober wird als Auftaktstück des Theaterjahres die Bühnenerzählung „Der Kirschgarten“ nach Anton Tschechow in der Version des weltweit angesehenen Regisseurs Amir Reza Koohestani aus dem Iran die Ära Carp in Freiburg einläuten. (MBB)

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